Liebevoll Grenzen setzen Teil 7

Das Leben nach dem Motto …“weil ich es dir sage!“

Die Regel der Motivation

Liebe Leser,
John Townsend, der Co-Autor von „Liebevoll Grenzen setzen!“, hörte wie sich zwei Väter bei einem Vater-Sohn Wochenende unterhielten:

„Ich habe echt Probleme mit Randys Einstellung, sagte der erste Vater. „ Wenn ich es ihm sage trägt er den Müll zwar raus und macht seine Aufgaben, aber er stöhnt die ganze Zeit rum und beklagt sich. Er hat einfach nicht die richtige Motivation!“
Eine kurze Stille entstand; dann sagte der zweite Vater, tut mir Leid Ed, aber da musst du dich wo anders ausheulen! Mein Sohn findet bis heute noch nicht den Weg zur Mülltonne!

Was hat das nun mit Grenzen setzen zu tun?
Viele haben mit ausgeflippten widerspenstigen, völlig in sich zurück gezogenen oder  streitsüchtigen Kindern zu tun. Deshalb denken Sie auch noch nicht an die richtigen Motive bzw. Einstellung des Kindes. Sie würden sich vermutlich schon darüber freuen, wenn ihre Kinder zur Abwechslung einmal einfach nur auf sie hören würden. Angemessene Motive erscheinen deshalb sehr weit weg zu sein. „Erst einmal muss ich das Kind unter Kontrolle bekommen“, stöhnen Sie vielleicht. „Dann reden wir darüber, dass ich ihm mit seiner Motivation helfe.“

Doch Motive sind der Antrieb für unser Verhalten. Sie sind das innerliche Deshalb hinter den äußerlichen Aktionen. Wenn das Verhalten problematisch ist, bekommt das Verhalten die ganze Aufmerksamkeit. Jedoch sobald Sie die Aufmerksamkeit des Kindes haben, wird die Motivation zu einem Kernpunkt. Ein Kind wird zum Beispiel sein Zimmer aufräumen, weil es sonst nicht ins Kino darf. Ein 20 Jähriger wird eine andere Motivation brauchen, um die Wohnung in Ordnung zu halten.
Die Motivation entwickelt sich beim Kind, wie so ziemlich alles, stufenweise. Unreife Motive, wie Angst vor Schmerzen oder Konsequenzen, helfen bei kleinen Kindern. Doch Sie wollen ja, dass ihr Kind eines Tages aus den richtigen Motiven heraus, das Richtige tut, nicht einfach um Strafen zu vermeiden.

Deshalb muss jedes Kind lernen ein liebevoller Mensch zu werden, das entspricht unseren christlichen Werten.Foto 4 (9)

Nehmen wir an, sie möchten, dass ihr Kind seine Hausaufgaben macht. Es steht jedoch mehrmals vom Tisch auf…wer betroffen ist, kennt das alltägliche Szenario. Eine Menge Eltern stecken in diesem Dilemma fest. Alles schieben und drängen funktioniert nur so leidlich unter viel Frust in ihrem Beisein. Überlässt man ihnen diese Aufgabe…Sie wissen schon…
Erziehungstaktiken, Manipulationen wie Liebesentzug oder Schuldgefühle, also Appelle an falsche Motive, funktionieren nicht langfristig. Im Gegenteil, sie verletzen das Kind und die Beziehung zu ihm. Die Motivation ist also wichtig um ihrem Kind Grenzen nahe zu bringen.th_015.jpg

Das Ziel : Liebe und Realitätssinn

Wie können wir nun unseren Kindern helfen, eine gute Motivation zu entwickeln?
Wenn Sie die verschiedenen Stufen s.u. durchgehen, werden Sie bemerken, auf welchem Level sich ihr Kind befindet. Man kann kein Stadium überspringen! Die Tabelle zeigt Ihnen was Sie als nächstes tun müssen.

Stadium                   

Zu vermeidende Fehler             

1. Angst vor Konsequenzen

Wütende Bestrafung

2. unreifes Gewissen

Zu viel oder zu wenig Strenge

3. Werte und Ethik

Schuldgefühle,  Beschimpfungen

4. Reife Liebes- und Schuldfähigkeit

Zu sehr ausgeprägte Kritik,

Liebesentzug

Bevor wir die einzelnen Stadien im nächsten Teil näher erläutern, sollten Sie sich klar machen, dass das Erwachsen werden für ein Kind eine enorme Aufgabe darstellt. Sie müssen deshalb ein festes Fundament der Liebe haben. Niemand kann die Last der Verantwortung und den Schmerz von Frustrationen ohne liebevolle Beziehungen ertragen.th_176

In den vergangenen Beiträgen hat sich die Idee mit den Grenzen in unser Herz und Kopf gesetzt. Steigen Sie womöglich erst jetzt in den Newsletter ein, lesen Sie einfach die Beiträge weiter unten nach.
Sätze wie: „Nun  hörst du mir mal zu, die Dinge werden sich in dieser Familie in Zukunft gewaltig ändern! Ich ziehe jetzt andere Seiten auf!“ sind falsch am Platze.
Ebenso sind Gleichgültigkeit, Distanz und Liebe, die an Bedingungen geknüpft sind, Feinde diesen Fundamentes der Nähe, Unterstützung und Liebe.

John Townsend rät: Also lieben Sie zuerst und dann setzen Sie Grenzen!
Nehmen Sie sich in den nächsten Tagen Zeit, ihr Kind zu beobachten und schauen Sie in welchem Stadium es sich befindet. Es ist egal wie alt es in der jeweiligen Stufe ist, es gibt ihnen lediglich Sicherheit beim Andocken für Motivation und Grenzen.

 Grenzenlose Grüße 😉

 Dorothea

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