Unsere Kleinsten lieben das Handy….was nun?

Liebe Leser,
schon seit Wochen bewegt mich ein Thema, eine Frage: „ wie wirkt sich das ständige online sein mit Handy, Tablett etc. auf die Entwicklung unserer kleineren Kinder aus?

Es ist doch wirklich ein Segen, wenn man mit seinen Liebsten tagsüber in Verbindung ist und die Entwicklungsfortschritte oder Anliegen gleich austauschen kann. Man fühlt sich einfach gut dabei, nicht alleine alles entscheiden zu müssen…man fragt kurz die Freundin, Oma  und schickt auch mal ein Foto oder Video!
Zu beobachten ist, dass die Schnullerlutscher ungeduldig werden, wenn die Aufmerksamkeit mit dem Handy geteilt wird. Und sowieso lieben die Schnullerlutscher dieses Teil genauso wie die Eltern. Die Einjährigen und auch schon jüngere, sind hellauf begeistert und drücken am Knöpfchen, wischen mit den Fingerchen und verändern rasend schnell das Display. Ein YouTube Filmchen wirkt wahre Beruhigungswunder.

Ich denke, dass die Kleinen nicht vor dem Fernseher sitzen sollen, ist den meisten Eltern schon klar. Die schnelle Bilderfolge überfordert das kindliche Gehirn und richtet großen Schaden an. Aber wie gehen wir am Besten mit den „ technischen Minnigroßmüttern“ um?

Nun, schauen Sie sich noch einen Film vom Experten an und entscheiden Sie selbst!

Wer noch mehr Informationen braucht, kann durch den Gehirnforscher Manfred Spitzer über Youtube vieles erfahren…

Ich hoffe es gibt Diskussionen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Handy & Co und ihren Kindern!!
Schöne Grüße
Dorothea

wie läuft so der Erziehungsalltag ??? ;-) :-O

Hallo liebe Leser, Mamas und Papas!!!th_022

Wie versprochen finden Sie hier einen aufschlussreichen Fragebogen von einem erfolgreichen Psychologen. Im Anschluss daran biete ich in meinen Rämlichkeiten ein Mama-Papa Training an.
Wie das ganze abläuft, finden Sie auf meiner Angebotsseite.

Sollten Sie dieses Training überhaupt machen?
Das können Sie herausfinden. Beantworten Sie einfach die nachstehenden Aussagen mit JA (J) oder Nein (N).

Über Sie:
__Erwarten Sie das Beste von Ihrem Kind oder machen Sie sich Sorgen?th_006
__Meinen Sie was Sie sagen?
__Ziehen Sie durch was Sie sagen? Praktisch ohne Kompromisse?
__Ziehen Sie ihr Kind für seine Taten zur Verantwortung? Praktisch ohne Kompromisse?

Wenn Sie alle 4 Fragen mit J beantwortet haben und dabei ein positives Selbstwertgefühl haben, brauchen Sie das Training vielleicht nicht zu machen. Aber wenn Sie gerade nichts Besseres zu tun haben, machen Sie den Test doch einfach spaßeshalber mal zu Ende.

__Schreien Sie ihr Kind an, drohen Sie ihm oder reden Sie ihm gut zu, damit es so einfache alltägliche Dinge tut wie aufzustehen und zur Schule zu gehen, sich anzuziehen, zu essen, seine Hausaufgaben zu machen oder eine Aufgabe im Haushalt zu erledigen?

__Wenn Sie NEIN zu Ihrem Kind sagen und es weint, werden Sie dann von Schuldgefühlen überwältigt? Geben Sie dem ursprünglichen Wunsch Ihres Kindes letztlich nach und sagen Ja zu etwas, zudem Sie gerade erst Nein gesagt haben?

__Lassen Sie sich auf lange Diskussionen mit ihrem Kind ein, in denen Sie ihre Gründe dafür verteidigen, dass sie zu einem bestimmten Wunsch nein gesagt haben?

__Machen Sie sich Sorgen darüber, dass Ihr Kind kein gutes Selbstwertgefühl haben könnte?

__Macht es Ihnen etwas aus, wenn Ihr Kind keinen glücklichen Eindruck macht?

__Planen Sie überdimensionale Geburtstagspartys?th_238

__Sind Sie besorgt, weil Ihr Kind mit dem Erfolg und den Leistungen anderer Kinder nicht mithalten kann?

__Haben Sie sich schon einmal gewünscht, dass ein anderes Kind versagt, damit Ihr eigenes besser dasteht?

__ Fällt es Ihnen schwer, Nein zu sagen?

__Ist es schwer für Sie, mit Ihrem Kind über Ihre Gefühle als Elternteil zu sprechen?

__Sind Sie meistens frustriert?

Über die Schule
__Sind Sie im Leben Ihres Kindes übermäßig engagiert? Befürchten Sie, dass etwas Schreckliches passiert, wenn Sie nicht jeden Schulausflug als Aufsichtsperson begleiten?th_026

__Stellen Sie die Schulaufgaben und Projekte Ihres Kindes fertig?

__Verlangen Sie vom Lehrer eine ausführliche Erklärung, wenn Ihr Kind keine gute Note bekommt?

__Finden Sie Ausreden für Ihr Kind, wenn es seine Aufgaben nicht rechtzeitig erledigt?

__Raubt eine einfache Aufgabe im Haushalt der kompletten Familie einen ganzen Abend lang Ihre gesamte Energie? Besteht das Endergebnis aus einer Menge Tränen und Frustrationen und einer Aufgabe, die entweder gar nicht oder nicht richtig erledigt wird?

__Prüfen und korrigieren Sie die Hausaufgaben Ihre Kindes?

Über Ihre Kinder
__Muss man sie täglich darum bitten im Haushalt zu helfen?

__Verhalten Sie sich Ihnen gegenüber respektlos und messen sie dem, was Sie zu sagen haben keinen Wert bei?

__Machen sie immer ein Theater, wenn sie Ihnen gehorchen sollen?

__Mangelt es ihnen an nichts?

__Nehmen sie an ein oder zwei Aktivitäten außerhalb des Stundenplans teil?

__Muss man sie mehr als einmal daran erinnern, etwas zu tun?

__Wenn sie Ihnen die Tür vor der Nase zu knallen, fällt das bei Ihnen unter die Kategorie
„so sind Kinder eben“?TIME_TO_SLEEP_003

__Ist die Schlafenszeit eine Kampfzone?

Auswertung: Wenn irgendeine dieser Fragen bei Ihnen ein Echo gefunden hat und Sie mindesten eine mit J beantwortet haben, sind Sie hier richtig!

Unser Alltag ist gut geplant, feste Zeiten bestimmen unseren Tagesablauf. Da ist es eben wichtig als Team zu funktionieren. In welchen Zwängen wir stecken habe ich im letzten Beitrag schon geschildert. Was das aus der Familie macht ist unser Alltag und den wünschen wir uns doch alle harmonisch und so stressfrei wie möglich, oder?…wenn da nicht immer wieder…. diese Herausforderungen, Bremsklötze, Machtkämpfe….. mit den lieben Kleinen wären !? 😉

Ein Training wie wir das besser hinbekommen, das fehlt uns noch!
Liebe Grüße,
Dorothea Wald

Freiheit für unsere Kinder

Hallo liebe Leser,
ich denke es ist noch legitim Ihnen allen ein gesundes, innovatives und deshalb ein gesegnetes  Neues Jahr zu wünschen!!! Silvester
Wünsche, Träume und Ziele gehören einfach zum Anfang eines Jahres. Man fühlt sich irgendwie voller Elan, nun alles besser zu machen. Wenn wir nur 1% täglich verändern, wird das langfristig zum Erfolg führen. Packen wir´s an!

Astrid Lindgren, die geistige Mutter von Pippi Langstrumpf und Michel aus Löneberga, imagesErich Kästner, der Autor von u.a. Emil und die Detektive und Pamela Travers, die Mary Popkins geschrieben hat, waren sich einig. Aus ihrer Sicht entstünden gute Kinderbücher nicht, weil man Kinder habe und kenne, sondern weil man aus vergangener Zeit ein ganz besonderes Kind kenne: sich selber
Ich bin Jahrgang 1960 und hatte das Glück sehr viel frei spielen zu dürfen. Es gab bei uns wenig gekauftes Spielzeug. Wir hatten uns, viele Kinder aus der Straße trafen sich zum Völkerball, Verstecken, Gummitwist, „Zum Zehnerle“( Ball wurde in 10 unterschiedlichen Möglichkeiten an die Hauswand geworfen (1-10 mal) Fange, Brennball, Federball….u.v.m je nach Jahreszeit. Das war unser Bildungsprogramm unsere Integration inklusive Selbstwerttraining und Teamfähigkeit. Ich denke, ich war zwischen vier und fünf Jahre alt als ich relativ selbstständig meine „Bildungskarriere“ diesbezüglich begann.20151011_144922[1]
.
Das wäre heutzutage ein Unding, denn meine Eltern meldeten mich auch nicht mal  im Kindergarten an. Mir war jedoch nie langweilig, sondern jeder Tag brachte spannende Erlebnisse zu Hause beim Kochen, backen, Putzen, malen, im Garten klettern, schaukeln… oder ontour 😉 mit Freundinnen.

Sie ahnen auf was ich hinaus will ?

Ich habe unsere Politik und Wirtschaft, die unter einer Decke sitzen im Generalverdacht, diese Idylle seit nun mehr 10-15 Jahren kontinuierlich zu boykotieren. Ich habe nichts gegen pädagogische Institutionen, Erzieher und Pädagogen. Komischerweise, habe ich selbst diesen Beruf ergriffen. Ich bin in meiner Ausbildung zum ersten Mal in einem Stuhlkreis saß gesessen!
Nein, es geht mir darum, Eltern ihre Kompetenzen zuzusprechen und dass die in den meisten Fällen naturgegebene enge Beziehung zu ihren Kindern, einfach nicht ersetzbar ist. Ich möchte Väter ermuntern, so früh wie möglich in Aktion zu treten und die 20150802_151407pflegerischen, spielerischen Aktivitäten mitzugestalten. Ihr Kind ist ganz wild darauf, Sie in ihrer Nähe zu spüren, zu berühren mit allen Sinnen.

Man will Eltern doch tatsächlich weismachen, dass staatliche Fremdbetreuung für die allerkleinsten Sprösslinge besser, bildungsintensiver und förderlicher sei als die von Mutter und Vater!

Angefangen und angezettelt hat das Herr Pisa. Mit der OEDC  als Drahtzieher, böse indexausgedrückt, begann das Vergleichen unserer Kinder weltweit. Obwohl jeder weiss wie ungleich die Bedingungen für die Teilnahme und Untersuchungen waren, sind sie doch Grundlage für Bildungsprogramme auf Kosten unserer Kinder, die sich plötzlich mit G8 herumplagten und ihre Eltern zusehen mussten.

Dann reden Politiker von familienfreundlich!
Ich behaupte, dass es eben nicht in erster Linie Wunsch der Eltern ist, die Kinder möglichst früh in fremde Hände zugeben. Vielmehr gründet die Entwicklung, Kinder früh und lange von ihren Eltern zu trennen vor allem auf gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zwängen.

Familienpolitik dient vor allem dazu, den Sozialhaushalt zu entlasten, ausreichend Nachschub für den Arbeitsmarkt zu produzieren und mehr Steuereinnahmen zu generieren. Wo bleiben da die Interessen und Wünsche der Familien, der Mütter, der Väter und vor allem der Kinder?

Bert Rürup, damaliger Vorsitzender der Wirtschaftsweisen, betonte im Memorandum Familie leben> Impulse für eine familienbewusste Zeitpolitik2009, „die Notwendigkeit einer Mobilisierung der so genannten stillen Reserven, Frauen mit kleinen Kindern.“

Zahlreiche Psychologen äußern sich nachteilig zur zu frühern Fremdbetreuung. Viele 20150711_171755Studien belegen, das die frühe Bindung zu den Eltern enorm wichtig ist.

Es ist geradezu teuflisch, wie die Fäden um die Freiheit des Kindes, der Familie, der Alleinerziehenden immer enger gezogen werden, ohne großen Aufstand der Eltern. Über die Kinderkrippe bis zur Ganztangsschule. Das Resultat ist nicht selten Überforderung, Auffälligkeiten in Konzentration incl. Kopfschmerzen und Leistungsabfall u.v.m.
Der Anstieg von Heilpädagogischen Behandlungen in meinem Bereich ist auffallend.
Angefangen und angezettelt hat das wohl Herr Pisa. Mit der OEDC als Drahtzieher, begann das Vergleichen unserer Kinder weltweit. Obwohl jeder weiss, wie ungleich die Bedingungen für die Teilnahme und Untersuchungen waren, sind sie doch Grundlage für Bildungsprogramme auf Kosten unserer Kinder, die sich plötzlich mit G8 herumplagten und ihre Eltern machtlos zusehen mussten.

Wenn wir nun mit diesem kleinen Beitrag eine Brücke in die Welt eines jeden Lesers,zu Ihnen schlagen, können Sie Ähnlichkeiten, Entwicklungen in ihrer Familie wieder erkennen?

Das Thema ist längst nicht hinreichend behandelt. Ich gebe Ihnen nur noch ein paar Statements weiter:

Alleinerziehende sind seit der Einführung der Hartz-Gesetze spätestens nach dem dritten Geburtstag verpflichtet zu arbeiten, je früher desto besser!

Abschiedstrauer und Trennungsschmerz wird von Kindern als Dauerstress empfunden, vergleichbar mit dem eines Managers. Eigentlich schädlich für alle Beteiligten.

Ein Kind kann unter Dauerstress nichts lernen. Es ist damit beschäftigt Kontrolle über seine Emotionen zu bekommen. Bildung nicht möglich!!

Kinder verschwinden aus der Öffentlichkeit, hinter Zäune, Mauern der Krippen, Horten und Ganztagsschulen.Zäune

Eltern verlieren den Kontakt zu ihren Kindern, weil sie spätestens ab dem 2. bis zum 18. Lebensjahr in verschiedenen Einrichtungen outgesourcst sind.
Es ist Sinn und Zweck dieses Beitrages, Sie als Erzieher, Alleinerziehende, Eltern, Großeltern, Verwandte und Bekannte samt Freunde daran zu erinnern, dass Sie unersetzlich für die Kinder sind, denen Sie nahe stehen. Lassen Sie sich nicht einreden, andere Fachkräfte können das besser. Ich möchte auch kein Urteil sprechen über Eltern und Alleinerziehende, die sich für die Unterbringung ihres Goldschatzes in der Krippe IMG-20150622-WA0025entschieden haben. Ebenso sind Erzieher nur Arbeitnehmer und verdienen ihr Geld damit.

Wichtig ist, dass Sie für ihre Familie, ihre Situation als Alleinerziehende, eine individuelle Lösung finden, mit der vor allem ihr Kind klar kommt. Vier Stunden sind gerade so verkraftbar für die Kleinen. Und seien Sie wachsam was Politik und Wirtschaft Ihnen auferlegt und als erstrebenswert verkauft.

Ich freue mich über Kommentare.

Liebe Grüße
Dorothea Wald
PS: Falls Sie sich noch intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen das Buch von,
Rainer Stadler, VATER MUTTER STAAT, Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung- wie Politik und Wirtschaft die Familie zerstören

Kinder haben ein Recht auf Freiheit!

Hallo liebe Leser,
Grenzen, Grenzen setzen!

Also wirklich, seit einem Jahr geht es um Grenzen! Wie sieht es heute mit der Freiheit der Kinder, Mütter und Väter aus?

Ich bin da Ihrer Meinung, keine Freiheit ohne Grenzen aber genau so gilt:  keine Grenzen ohne Freiheit!!20151011_144922[1]
Wie frei können Eltern und Alleinerziehende oder allegemein Erziehungsberechtigte darüber entscheiden, ob ihr Kind in die Ganztagsbetreuung kommt oder nicht?

Eines ist klar, so manches schleicht sich über unsere Politiker und Wirtschaftsexperten in unsere Familien. Unmerklich und Stück um Stück !

Es herrscht seit Jahren einhellig die Meinung, dass unseren Kindern nichts besseres passieren könnte, als den ganzen Tag in der Krippe, dann im Kindergarten und später in der Schule zu sein !????????

In den kommenden Beiträgen wollen wir das näher betrachten und viele zu Wort kommen lassen!
Ich freu mich auf Ihr Interesse!

bis bald

Fröhliche Adventstage

 

 

 

Passivität, wie helfe ich meinem Kind ? Fortsetzung

Hallo liebe Leser, es geht weiter….
was sind die möglichen Gründe für Passivität?

  • Angst:
    Vielleicht ist ihr Kind gehemmt, weil es tiefliegende Ängste hat, die es lähmen und th_052davon abhalten, aktiv zu werden. Angst kann dazu führen, dass ein Kind dem ganzen Leben gegenüber eine abwartende Verteidigungshaltung einnimmt. Probleme hat es dann zum Beispiel mit
  • Nähe
    Manche Kinder wollen sich nicht verletzlich machen und fühlen sich unwohl mit andern Menschen und vermeiden jede Situation, in der sie sich dem ausgeliefert fühlen.
    Ganz wichtig, kommen sie nicht auf die Idee zu denken, „das ist eben seine Art“!
    Natürlich gibt es schüchterne Kinder, jedoch müssen gerade Solche lernen, Freundschaften zu schließen und Beziehungen zu führen.cropped-zollernalbkinder_titelmotiv1.jpg
  • Konflikte:
    Manche Kinder sind aktiv, solange alles rund läuft. Gibt es Ärger dann werden sie förmlich starr und passiv. Vielleicht haben sie Angst vor körperlicher Bedrohung, oder dem Zorn eines anderen. Versprechen Sie nicht, dass ihm nie irgendetwas geschehen wird aber geben Sie ihm zu verstehen, dass Sie immer für es da sind und aufpassen werden, dass es nicht verletzt wird.
    Normalisieren Sie in so einem Fall Konflikte und Auseinandersetzungen. Ein Freund von John Townsend ging mit seiner Tochter drei Monate ins Karate um ihr zu zeigen, dass man Kämpfe auch im übertragenen Sinn, überleben kann.
  • Versagen:
    Viele Kinder möchten keine Fehler machen und haben deshalb ein Perfektionismusproblem. Ergreift man nicht die Initiative, verringert es auch die Gefahr etwas falsch zu machen. Leider verringern sie auch hier die Möglichkeit aus ihren Fehlern zu lernen.. auch hier müssen Sie normalisieren und ihre Kinder lehren, dass es nicht um ihre Liebe fürchten muss. Gestehen Sie hin und wieder ihre Fehler selber ein und lachen Sie auch mal über sich selbst, wenn Sie etwas Dummes gemacht haben.IMG-20150321-WA0021
  • Die Unfähigkeit Ziele zu strukturieren:
    Wünsche und Ziele können ihrem Kind helfen, ihre Passivität zu überwinden.“ Ein erfüllter Wunsch gibt dem Herzen neues Leben.(Sprichwörter 13,12) Ein Problem zu durchdenken ist für die meisten Kinder eine große Herausforderung und deshalb geraten sie in eine passive Haltung. Es ist somit keine Faulheit sondern Überforderung. Stehen zu, Beispiel Arbeiten im Haushalt oder Garten an, zeigen sie ihnen die Arbeitsschritte und vertrauen Sie in seine Fähigkeiten. Es lernt so einen Schritt nach dem anderen zu tun und der Erfolg etwas geschafft zu haben beflügelt.
  • Unrealistische Erwartungen:
    Kleine Kinder erwarten, dass Sie ihre Bedürfnisse erkennen und dementsprechend reagieren. Doch wenn Kinder heranwachsen, müssen sie lernen, ihre Wünsche deutlich auszudrücken. Lassen Sie ihr Kind wissen, dass Sie sich für ihre Wünsche und Bedürfnisse interessieren, doch geben sie ihm zu verstehen, dass Sie keine Gedanken lesen können. „ Wenn du nicht deinen Mund benutzt, um mir zu sagen was du willst, kannst du auch nicht mit einer Reaktion von mir rechnen. Das wäre doch traurig. Aber wenn du dich bemühst und mir sagst, was du möchtest, dann tue ich, was ich kann, um dir zu helfen!“
  • Vermischte Agressionen:
    Manche Kinder sind nicht stängig passiv, sondern wechseln zwischen aggressivem Verhalten in einem Bereich und totaler Ignoranz in einem anderem. Zum Beispiel kann ein Junge recht gut mitmachen und zu Hause Verantwortung übernehmen, gute Noten schreiben, doch beziehungsmäßig total passiv sein und sich von anderen isolieren. Oder ein Einser Schüler kann es fertig bringen zu Hause keinen Finger zu rühren.  Die Aussage:“ so bin ich nun mal“ sollte uns nicht zufrieden stellen! Fordern Sie ihr Kind auf, sich in seinen Problemfeldern zu bemühen. Lassen Sie ihr Kind sich seine Belohnung verdienen, wenn es in den Bereichen aktiv wird, die ihm eher nicht liegen. Das Leben lehrt uns nun mal, dass wir zuerst Gemüse essen müssen, bevor wir den Dessert bekommen!IMG-20140703-WA0048
  • Faulheit:
    Kinder sind manchmal passiv, weil sie eine allzu lässige Lebenseinstellung haben. Sie wissen, dass sich schon jemand um alle eventuell auftretenden Probleme kümmern wird. Ihnen fehlt schlichtweg jeglicher Respekt vor möglichen Konsequenzen. „Generell gesagt, so John Townsend, steht hinter jedem faulen Kind eine Mutter oder Vater, der ihm diese Faulheit möglich macht!“
    Besoders auf faule Kinder trifft der Satz zu: Es passiert nichts, bis es mehr weh tut, wenn man so bleibt wie man ist, als wenn man sich verändert! Setzen Sie ihrem Kind heute Grenzen und ersparen Sie ihm dieses Schicksal!
  • Anspruchsdenken:
    Ein Hauptgrund für Passivität bei Kindern ist eine ansprüchliche Grundhaltung, die eine Sonderbehandlung  als selbstverständlich voraussetzt.Solche Kinder  meinen,schon durch ihre bloße Existenz, hättensie alles im Leben verdient. Ein guter Lösungsansatz steht dazu schon in der Bibel. In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst! (Philipper 2,3)
  • Klinische Gründe:
    Psychische Probleme, Drogen und Alkoholkonsum können ebenfalls zu  einem passiven Verhalten führen. Wenn Sie einen Verdacht haben, scheuen Sie sich nicht einen Therapeuten zu suchen.Fazit: Es gibt immer gute Gründe für ein passives  Verhalten unserer Kinder. Es ist P1070593wichtig und ratsam die Individuallage zu erfassen und wenn nötig, Grenzen zu setzen. Nichts desto trotz sind auch wir selbst aufgefordert „Aktivisten “ zu sein und als Vorbilder die Komfortzone hin und wieder zu verlassen, Dinge zu tun, die uns weniger liegen. Kinder reflektieren oftmals das Verhalten ihrer Eltern! ;-)Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit und vielen Dank für die vielen Kommentare vom In-und Ausland!Dorothea WaldIMG-20141002-WA0029

Die Regel der Aktivität

http://www.dreamstime.com/royalty-free-stock-photos-laughing-kids-image21942538Hallo liebe Leser,
so weiter geht’s mit LIEBEVOLL GRENZEN SETZEN

Energieschub für meinen Motor
Die Regel der Aktivität

John Townsend beobachtete, während er im Kinderheim arbeitete, dass es unterschiedliche Erzieher-Typen gab, was den Umgang mit Kindern betraf:
TYP“: Ich bin dein bester Freund“, hatte ein gutes Verhältnis zu den Kindern, die Kids waren zwar nett und freundlich aber faul. Dem Gruppenleiter fiel es schwer durchzugreifen. Er übernahm den Haushalt fast vollständig , während die Verursacher des häuslichen Chaos vor dem Fernseher saßen.

Der „Kontrolletti-TYP:  trat auf wie ein Spieß beim Militär. Die Anweisungen wurden durchgeführt, denn Konsequenzen wurden angedroht bevor es Probleme gab. Die Kids beschwerten sich, mancher versuchte abzuhauen. Dennoch taten sie mürrisch ihre Arbeit, es gab ob schlechte Laune aber sie waren aktiv und beschäftigt.

Der „gute Mitte TYP“:
Wenn Respekt über der Freundschaft steht, ist Aktivität die Folge. Wenn Freundschaft über dem Respekt steht, ist Passivität die Folge. Freundschaft brachte gute Gefühle aber auch Faulheit hervor. Die Hauseltern bzw. Gruppenleiter, die Respekt an erste Stelle setzten und auch Freundschaft vermittelten, wurden beinahe verehrt.
Zuerst sind wir meist selbstbezogen und passiv im Hinblick auf unsere Verantwortung. Wenn wir aber einmal begriffen haben, dass wir nicht Gott sind und dass unsere Passivität nur Problemen einbringt, fangen wir in unserem Leben an zu arbeiten.

Aktivität ist ein Geschenk!!!IMGP6254

Wenn Sie Ihr Kind beschenken wollen, dann helfen Sie ihm ein gesundes Aktivitätsniveau zu entwickeln. Aktiv zu sein bedeutet, die Initiative ergreifen, den ersten Schritt zu machen.
Ein Kind muss verstehen, dass die Lösung seiner Probleme und die Antwort auf seine Wünsche immer zuerst mit im selbst beginnt, nicht mit jemand anderem.
Das Leben verlangt nun mal Aktivität von uns.
Ihr Kind muss seine Bedürfnisse aktiv kundtun, gegen Schlechtes protestieren, seien Teil zu Freundschaft und Beziehungen beitragen, seine Aufgaben erledigen und langsam immer mehr Verantwortung für sein Leben übernehmen.
Aktive Kinder haben gute Chancen auf Grenzen positiv zu reagieren. Wie ungezähmte Pferde benutzen sie ihren Willen, um gegen Ihre Grenzen und Konsequenzen „anzubocken“., bis sie langsam lernen auf sie zu achten.

Das Geschenk der Aktivität hat viele Vorteile für ihr Kind.

Aktivität hilft ihm:IMG-20140929-WA0010

  • aus Fehlern zu lernen und anhand von Konsequenzen zu begreifen, wie es sich verhalten soll,
  • zu verstehen, dass seine Probleme und Wünsche zuerst seine eigene Sache sind.
  • ein Gefühl von Einfluss und Kontrolle über sein eigenes Leben zu entwickeln
  • auf sich selbst aufzupassen
  • Situationen und Beziehungen zu meiden, die gefährlich sind20150802_151407
  • gute Beziehungen aufzubauen, in dem es Trost und Hilfe findet,
  • seine Gefühle in einer Art und Wiese zu strukturieren, die ihm hilft mit Gott und andere Menschen enge Beziehungen zu pflegen.

 


Das Problem der PassivitätIMG-20140825-WA0018

Passivität, also Faulheit oder Antriebslosigkeit, ist das Gegenteil von Aktivität und Initiative. Passivität ist bei Kindern auf dem Weg zur Grenzentwicklung. Passive Kinder befinden sich in einer Art Standby-Modus. Und warten immer auf etwas oder jemanden. Wenn Kinder passiv sind, können sie nicht lernen, ihre eigenen Verwalter zu werden. Sie geben die Kontrolle immer an jemanden ab, der an ihrer Stelle handelt.

Ausprobieren, Versagen und Lernen täglich durchzuspielen ist extrem wichtig um wachsen zu können. Passivität ist keine Tugend sondern eine Form des Versagens. Das Böse wächst in der Abwesenheit von Gutem und eine passive Person öffnet dem Bösen unwissend Tür und Tor, indem sie ihm nichts entgegensetzt.20151011_144922[1]
Es gibt da eine Geschichte in der Bibel von anvertrauten Talenten. Vor lauter Passivität und Angst konnte der Knecht seine Talente nicht nutzen und mehren.
So kann eine falsche Entscheidung besser sein als keine Entscheidung! Darum lernen aktive Kinder leichter und schneller als passive.
Man kann ein Boot, das sich in die falsche Richtung bewegt, leicht in die richtige umlenken. Eines, das fest im Hafen vertäut ist, bewegt sich dagegen einfach gar nicht.

Wie erkennen Sie nun Passivität bei Ihrem Kind?
Aufschieben: es braucht enorm viel Zeit für Dinge die es nicht mag. Als positiv empfundenen Aufgaben bewältigt es dagegen blitzschnell!
Ignorieren: Kind blendet ihre Anweisungen einfach aus. Es spielt und träumt weiter vor sich hin.
Mangelnde Initiative: Das Kind meidet neue Erfahrungen. Es bleibt gerne in alten Mustern und Tätigkeiten hängen.
Fantasiewelten: Das Kind tendiert dazu mehr in sich zurückgezogen zu leben, als in der wirklichen Welt. Bei ersten Problemen zieht es sich seine „Welt „zurück.
Passiver Widerstand: Das Kind verweigert die Mitarbeit, in dem es Sie mit leerem Blick anstarrt und dann nichts tut.
Isolation: Ihr Kind meidet den Kontakt mit anderen und bleibt alleine in seinen Zimmer. Statt zu streiten oder gegen Sie anzukämpfen, reagiert es auf ein Problem, indem es einfach weggeht.

Passive Kinder sind nicht schlecht oder böse, sie haben einfach nur einen anderen 20150807_125453[1]Zugang zum Leben, der sie davon abhält, Selbstständigkeit zu erlangen.
Nicht alle Probleme mit Passivität sind gleich und Kinder haben aus den unterschiedlichsten Gründen mit dieser Sache zu kämpfen.

Im nächsten Beitrag behandeln wir mögliche Wurzeln und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf, wie man Kindern helfen kann, ihr Verhalten zu ändern.

Ich wünsche allen Lesern eine schöne Herbstzeit und gute Laune auch wenn der Himmel nicht immer blau ist 😉

Liebe GrüßeVerschiedene 2010 Bilder 013

Dorothea Wald

 

Niederlagen bewältigen

Hallo liebe Leser,

für uns Eltern und Großeltern hat die Arbeit im Geschäft bei den meisten schon wieder begonnen! Unsere Lehrer und Schüler dürfen den Urlaub noch etwas genießen, obwohl auch da so manche Konferenz im Vorfeld stattfindet, von der wir nichts wissen ;-)!

Das Thema „Zeugnisse“ und somit Erfolg oder Misserfolg wird immer wieder diskutiert, doch leider aus unserem Bewertungssystem noch nicht wegzukriegen 🙁

Damit wir den persönlichen Umgang mit unseren Niederlagen und Erfolgen noch besser in den Griff bekommen, hier ein toller Videoclip!….

Viel Spaß und gerne weiterempfehlen !

Einen entspannten Alltag mit Erfolgen und  gewinnbringenden Niederlagen!

Bis bald,

Ihre Dorothea

 

Schöne Sommerferien !!!!!! :-)

Hallo liebe Eltern, Fachkräfte und Interessierte,

gerade die letzten Wochen vor Jahresabschluss, der im Kindergarten/Kita und in der Schule ja im Sommer stattfindet und nicht am Ende  eines Jahres, steigt der Stresspegel vor den Sommerferien kontinuierlich an !!!http://www.dreamstime.com/royalty-free-stock-photos-laughing-kids-image21942538

Wollen wir dran etwas ändern oder haben wir uns daran gewöhnt? Der Kern meiner Frage reicht in viele Themen hinein und deshalb mein Angebot:“ Gibt es Themen, die Sie am Elternabend, in ihrem Team gerne mal angehen möchten damit sich was ändert?
2015/16 werde ich meine Referententätigkeit in pädagogischen Einrichtungen wieder erhöhen, da die Nachfrage doch zugenommen hat. Unter Angebote finden Sie ein paar Themenvorschläge  2015/2016 die Sie überraschen werden!

Wenn Auffälligkeiten im Verhalten/Entwicklung eines Kindes und der Wunsch nach Abklärung geäußert werden, bin ich auch gerne bereit eine Beobachtungsdiagnostik mit anschließendem Beratungsgespräch Vorort durchzuführen. Ein Anruf genügt und wir vereinbaren einen passenden Termin zusammen.

Damit Sie etwas von mir weitergeben können, verschicke ich in den nächsten Wochen meine Flyer.
Heute kurz vor den lang ersehnten Sommerferien, möchte ich Ihnen allen die verdiente Erholung zusprechen und von Herzen gönnen!WATER_PARK_001
Herzliche Grüße mit frischem Elan und Mut zur Veränderung im neuen Kindergarten bzw. Schuljahr

Ihre
Heilpädagogin online und mobil

Dorothea Wald

Fortsetzung: Geben, Begrenzen und Behalten

Hallo liebe Leser, heute gehts weiter mit der Regel des Neides.

Geben, Begrenzen und Behalten

Ein gesunder Realitätssinn entsteht, wenn wir unseren Kindern Bedürfnisse erfüllen und ebenfalls manche Wünsche, andere aber auch enttäuschen. Geben, Begrenzen und Behalten sind unsere Möglichkeiten diesen Prozess zu begeleiten.

  • Geben:IMGP4930
    Die wichtigste Gabe ist die Liebe, Nähe und Fürsorge.
    Wenn ein Baby hungrig oder einsam ist, braucht es diese drei Dinge. Und während es Nahrung, Fürsorge, Wärme und Sicherheit aufnimmt, formen sich in ihm die Fundamente der Dankbarkeit.
    Erleben Säugline und Kleinkinder Mangel im Geben, ist oft Neid bei Erwachsenen, eine unerfüllte Sehnsucht nach Fürsorge auf einer ganz tiefen Ebene.

Wenn sie älter werden, brauchen Kinder neben der Liebe auch Unterstützung und Förderung. Meine Devise: Material geben und riskieren! Die Welt um das Kind wird immer größer und es entwickelt sich das Bedürfnis nach Freiheit, Raum und Selbstständigkeit mit Entscheidungsmöglichkeiten, was unbedingt gestillt werden muss. Nur so können sie zu unabhängigen Mensch heranreifen. Diese neuen Privilegien wachsen kontinuierlich mit.
Du hast dich in kleinen Dingen als zuverlässig erwiesen, darum werde ich dir auch größeres anvertrauen. ( Bibel)
Kinder möchten in jedem Alter Förderung erfahren. Sie brauchen das Geld und die Gelegenheit, ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken und auszubauen, seien es nun Sportarten, Musikunterricht, Hobbys und Leidenschaften. Denn Talente sind Grundlage für Selbstvertrauen, Arbeit mit Spaß, Wohlstand und Glück!th_176
Ganz wichtig finde ich, dass Kinder einen Teil der Kosten des Aufwandes für diese Aktivitäten mittragen. Wie sie das selbst bewerkstelligen können, wird ein weiteres Thema sein.
Das Ziel ist, dass Kinder wissen, dass man in der Welt Dinge bekommen, Talente fördern und sich Träume erfüllen kann. (mehr dazu in Kürze)

  • Begrenzen
    Begrenzen bedeutet sicherzustellen, dass Kinder nicht zu viele oder unangemessene Dinge bekommen. Ihr Wunsch alles unter Kontrolle zu haben, darf nicht unterstützt werden.

Beim Säugling hat das Begrenzen noch keinen großen Stellenwert. Eine Mutter erkennt meistens den Unterschied zwischen grundlosem Jammern und dem Schreien aus echtem Bedürfnis. Im Zweifel für den Weinenden! 😉
Krabbelkinder sind mobiler und da sind Begrenzungen an der Tagesordnung. Das Wörtchen „Nein“ bekommt eine Bedeutung.
Es möchte, dass Sie bei ihm bleiben, aber Sie gehen trotzdem abends aus. Er will ein Stück Schokolade, bekommt aber keins. Das Kind lernt, dass ihm nicht alles automatisch zusteht, was es haben möchte.
Später im Kindergarten und Schulalter wollen Kinder alle möglichen Sachen haben, die andere Kinder besitzen.Verschiedene 2010 Bilder 207
„Aber das ist nicht fair! :“ na und? So ist das nun mal im Leben!“
Im Teenie-Alter geht es viel um die persönliche Einstellung. Sie übernehmen immer mehr die Rolle des Beschützers und Verwalters. So manchem steigt die Entscheidungsfreiheit in den Kopf und wird größenwahnsinnig, herablassend oder gar bösartig. Hier ist es wichtig klare, starke Grenzen zu setzen.

  • Behalten:
    In dieser Funktion lehren Sie ihre Kinder, sich durch die Gefühle bezüglich einer Grenze hindurchzuarbeiten. Es ist sozusagen eine Charaktereigenschaft, die als Frucht hervorgeht, welche die Kinder verinnerlichen und behalten

Grenzen sind hart, fügen Sie deshalb Liebe, Verständnis und Struktur hinzu, damit ihr Kind dies annehmen und verinnerlichen kann.
Im Klartext: Wenn ihr Kind an eine Grenze stößt, reagiert es mit Ärger. Wenn die Grenze dann aufgrund seines Protestes aufgehoben wird, bekommt es den Eindruck stärker als die Grenze zu sein. Wenn die Grenze aber fest bleibt, muss das Kind für diese Grenze cropped-cropped-SPRING_CAMP_017.jpggewonnen werden.

Ich weiß, mein Schatz ,das ist schwer!“
Du hast Recht, das ist nicht fair!“
Ich kann es auch nicht leiden, wenn ich etwas nicht bekomme
Ich verstehe das, aber du darfst trotzdem nicht!
Das Leben kann schon manchmal hart sein

Völlig unangemessen sind folgende Sätze:

Das tut mir jetzt mehr weh als dir!“
„Ich will doch nur dein Bestes!“
„So schlimm ist das doch nicht! Denk doch mal an die schönen Sachen, die du in letzter Zeit machen durftest!“
„Es dauert ja gar nicht lange!“
„Hör auf zu heulen, sonst gebe ich dir einen richtigen Grund dafür!“

MUT SICH HASSEN ZU LASSEN
Eltern, die es nicht ertragen, dass ihr Kind sie zeitweise hasst, werden es nicht schaffen, dem Kind die Realität zu vermitteln, die es braucht um sein Anspruchsdenken aufzugeben.
Liebe und Grenzen sind die wichtigsten Werkzeuge einer Mutter und eines Vaters.

Auf den Punkt gebracht:
Kinder gedeihen mit Liebe und Fürsorge. Förderung begleitet das Kind altersentsprechend und findet die Gaben und Talente. Grenzen und Liebe gehören untrennbar zusammen. Gefühle die dabei entstehen mit Verständnis begleitet, bilden den Charakter.cropped-th_054.jpg

Ich wünsche Ihnen viel Mut und Leidenschaft beim Begleiten ihrer Kinder auf diesem Weg!

Herzliche Sommergrüße
Dorothea Wald

Die Regel des Neides

Hallo, geht es Ihnen auch so?

Ich bin glücklicher, wenn ich dankbar bin!IMGP6314

„Aber Susi hat doch auch eine!“
„Mir ist langweilig!“
„Diese Spielzeug ist öde, ich will das da!“
„Das ist nicht fair, Joey darf auch!“

Wenn Ihnen solche Aussagen bekannt vorkommen, haben Sie bereits mit Neid zu tun gehabt. Neid ist eine der grundlegendsten Emotionen und bis zu einem gewissen Grad empfinden alle Menschen Neid. Doch nicht alle Menschen sind gleichermaßen neidisch und diese Gefühle bestimmen keinesfalls das Leben eines normalen Zeitgenossen. Sehen sie sich mal die unglücklich wirkenden Leute um sich herum näher an und überprüfen Sie, ob Neid bei ihnen eine große Rolle spielt. Neidische Menschen

  • sind nicht in der Lage, sich zufrieden zurück zu lehnen und das zu genießen, was 20140824_135652[1]sie haben,
  • werden ihres Partners irgendwann überdrüssig und brauchen jemand Aufregenderen,
  • müssen sich immer mit jemandem messen,
  • bewerten Positionen, Macht, Status und Geld über,
  • sind ständig unzufrieden mit ihrem Beruf oder ihrem Fortkommen,
  • haben eine kritische Einstellung gegenüber Menschen mit Macht, Status, Talent oder ähnlichem,
  • meinen Anspruch auf Sonderbehandlung zu haben und möchten,
  • dass man sie als etwas besonderes ansieht.
  • Denken, sie seinen über Kritik erhaben.

Auf Kinder übertragen, ist Neid ein ständiges Haben – wollen. Wir werden in diesem Kapitel ein paar Anregungen besprechen, wie Sie ganz normales kindliches Neidverhalten in Annahme, Dankbarkeit und Zufriedenheit verwandeln.

Erwartung statt Dankbarkeit
Menschen, die ständig etwas erwarten haben das Gefühl, dass einem die Welt etwas schuldig ist, einfach weil man existiert.
Als Baby bekommen wir zu Recht sehr viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Doch wenn IMGP6358sie älter werden, besteht die Gefahr, dass sie dies für selbstverständlich halten und sich nicht der Realität der Familie, der Schule oder auf dem Spielplatz anzupassen bereit sind.
In der nächsten Stufe gehen Kinder davon aus, dass es ihr Recht ist, keine Schmerzen aushalten zu müssen, nicht arbeite zu müssen und sich keinen Regeln unterwerfen zu müssen.
Kinder sind neidisch auf das, was andere haben, und das, was sie selbst haben, ist in ihren Augen plötzlich wertlos. Sie protestieren lautstark.

Das Gegenteil ist Dankbarkeit!
Dankbarkeit ist in der Liebe begründet und wir schätzen das was wir bekommen haben.

Diese beiden Zustände, Dankbarkeit oder Neid, haben wenig mit den tatsächlichen Bedürfnissen zu tun, sondern mit dem CHARAKTER.

Das Problem der doppelten Mamas und Papas

Da wäre einmal die gute Mama, die meine Bedürfnisse stillt. Die böse Mama verweigert einen Wunsch. So auch der Papa. Wie bekommt ein Kind diesen Zwiespalt nun auf die Reihe, denn es sind auch zwei verschiedene Wahrnehmungen des eigenen Ichs:
das ansprüchliche (anspruchsvolle) Ich und das gequälte Ich.
Gerade bei jüngeren Kindern kann man oft feststellen, dass sie entweder sehr fröhlich oder sehr traurig sind. Ihre Gefühle sind eindeutig polarisiert.th_009

Diese beiden Wahrnehmungen verschmelzen miteinander, denn sie lernen:

  1. Für meine Bedürfnisse wird gesorgt.
  2. Nicht alle meine Wünsche werden erfüllt.
  3. Dieselbe Person gibt und verweigert mir Dinge.
  4. Die Person die ich liebe ist auch die Person, die ich hasse.

Frustrationen und Annehmlichkeiten

Dabei gilt die Regel:  wir Menschen müssen erst empfangen, um geben zu können!
Kinder ,die nie etwas geschenkt bekommen, fühlen sich immer bedürftig und können nicht dankbar sein, weil sie tatsächlich zu kurz kommen. Dies ist die Gefahr, wenn man als Eltern zu sehr darauf achtet, sein Kind nicht zu verwöhnen. Kinder müssen ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen um Vertrauen und Dankbarkeit zu entwickeln. Und zu diesen Bedürfnissen gehört auch der eine oder andere nicht unbedingt nötige Wunsch. Die Bibel stellt fest, dass wir Gott lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.

Diese biblische Weisheit stellt uns in Verantwortung die Balance von Frustration und Annehmlichkeiten immer im Blick zu haben. Ein Kind, bei dem dieses Gleichgewicht stimmt, sieht sich nicht als Mittelpunkt der Welt und andere nicht als seine dienstbaren Geister und es fühlt sich auch nicht als Opfer, wenn es etwas nicht bekommt.

Fassen wir zusammen:
Neid entsteht unter Menschen als eine ureigene Charaktereigenschaft und verstärkt sich in der frühen Kindheit. Die gesunde Balance von Frustration und Annehmlichkeiten erleichtert dem Kind das Doppelbild der Eltern im Laufe der Entwicklung konkruent wahrzunehmen.
Am Anfang steht das Empfangen, damit das Geben möglich ist.
Achten wir deshalb auf diese drei Verhaltensweisen:
GEBEN – BEGRENZEN – BEHALTEN

Diese drei Möglichkeiten verbleiben Ihnen, um Ihrem Kind einen gesunden Realitätssinn zu vermitteln!

Im nächsten Beitrag gehen wir auf jedes der drei Handlungsformen genauer ein und cropped-zollernalbkinder_foto.jpgkönnen so ein gutes Stück dazu beitragen, dass Neid in Dankbarkeit umgewandelt wird!

Herzliche Grüße
Ihre Dorothea Wald