Eine jeder sehe auch auf das des anderen

Eine Regel außer der Reihe „Liebevoll Grenzen setzen“ möchte ich aus einem Vers der Bibel beschreiben:

Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern eine jeder auch auf das des anderen.
Philipper 2,4

„Unsere Gesellschaft ist voller Menschen, die nur für ihre eigenen persönlichen Interessen leben. Anstatt mit dem Dienst für andere beschäftigt zu sein, sitzen sie über Problemen brütend zu Hause. Sie denken über jedes kleine Weh nach und werden bald zu überzeugten Hypochondern. In ihrer Einsamkeit beklagen die sich, dass sich niemand um sie kümmert, und bald schwimmen sie in Selbstmitleid. Je mehr Zeit sie haben, über sich selbst nachzudenken, desto deprimierter werden sie….“ (William Mc Donald)

Ich gebe zu, diese Äußerung von McDonald ist ziemlich hart formuliert. Er meint damit auch bestimmt nicht Menschen, die ernsthaft erkrankt sind und keine wirkliche Hilfe erfahren. Für meine Arbeit mit Kindern und Eltern ist es wichtig, klar zu unterscheiden und dementsprechend andere Hilfe zu installieren. Im Folgenden möchte ich kleine Tipps für das Miteinander geben und unser Handeln zu hinterfragen.

Für Kinder ist es wichtig schon früh zu lernen, den Blick zum anderen zu schärfen. In der Familie , im Kindergarten und in der Schule….
Egozentrische Kinder haben es schwer, Freunde zu finden, Mitgefühl zu zeigen und tendieren zu Verhaltensauffälligkeiten.th_067

  • Was ist zu tun?
    Ein Einjähriges Kind beginnt im Spiel zu kooperieren und beobachtet seine Spielgefährten. Es sind kleine Gesten der Eltern, indem sie dem anderen ein Spielzeug zum Spielen zukommen lassen, dass eigentlich ihrem Kind gehört. Es ist das Teilen einer Banane vor den Augen des eigenen Kindes und ein tröstendes mitfühlendes Wort für den Weinenden. th_065u.v.m.
  • Ein Zweijähriges hat den Sprachschlüssel geknackt und bekommt mit, was und wie man über andere redet. Ob man sich um seine Anverwandten kümmert, mal einen Besuch abstattet und Kuchen spendiert, einen Einkauf erledigt, eine zusätzliche Fahrt einlegt, obwohl es nicht auf der Strecke liegt.
  • Je älter das Kind, um so mehr kann das Lebensmotto: „Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das des anderen!“, das Leben positiv und sinnvoll machen. Es muss nicht sein, dass unsere Kinder nur noch am PC oder Handy verbringen und vereinsamen. Den Zeitgeist kritisiert wohl jeder, doch wir selber sind da ebenso mittendrin.

Es gibt keine Entschuldigung, warum irgendjemand sich langweilen müsste!
Ist es nicht so, dass die ganzen Aufmerksamkeiten in ganzer Fülle wieder zurückkommen und uns glücklich machen?
Sie werden erstaunt sein, wie oft das am Tag möglich ist und ihre Kinder Sie später dafür bewundern.cropped-cropped-cropped-SPRING_CAMP_017.jpg

In diesem Sinn einen wunderschönen Frühlingsanfang,

Dorothea

Die Regel der Proaktivität

Hallo liebe Leser,
meine Sommerpause hat etwas länger gedauert. Verschiedene 2010 Bilder 428

Danke für die ermunternden Kommentare aus dem In-und Ausland !

Ja meine Arbeit wächst ständig und so wie es aussieht passt das Konzept in den Bedarf des Zollernalbkreises

Nun gut, weiter im Text!
„John Townsend erzählt:

„Eines meiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, mir ein paar Kinder zusammenzusuchen und auf der ruhigen Straße mit dem Ball zu spielen. Während eines solchen Spiels verfehlte der sechsjährige Derek einen Ball. Wütend stampfte er auf, schrie: Ihr seid alle doof und ich hasse euch!, dann rannte er nach Hause, wo er sich auf die Verandastufen hockte und wütend zu uns herüberstarrte.“
Besorgt wegen seiner verletze Gefühle versuchte John T. ihn zum Weiterspielen zu überreden, jedoch ohne Erfolg. Ein paar Minuten später kam Derek herüber und spielte mit, als sei nichts gewesen. Ein paar Tage später lieferten sich die Kinder wieder ein heißes Match und dasselbe Spielchen begann: Er regte sich furchtbar auf und haute ab. Die Gruppe spielte weiter und er stieß nach ein paar Minuten wieder dazu“

John Townsend dachte zuerst, naja er braucht ein paar Augenblicke um sich „abzukühlen“, aber dann vielen ihm mehrere Dinge auf:
1. Derek umging so jedes Problem, dass sich ihm im Spiel stellte
und somit umging er es auch, eine Enttäuschung oder Niederlage in der Gruppe auszuhalten.
Ebenso konnte er mit diesem Verhalten keine Verbesserung in seinen spielerischen Fähigkeiten erlernen.
Seine Ausbrüche verhinderten jegliches Lernen.
2. mussten sich seine Freunde immer wieder seiner Unreife anpassen. Bei ihm lag zwar das Problem, aber sie mussten dafür bezahlen, wenn er vom Spielfeld verschwand und ein Mann fehlte. Sie fanden sein Verhalten nicht gut, was unweigerlich zu Beziehungsproblemen führen würde.th_006
Was ist nun zu tun?

Als John den kleinen Derek das nächste Mal sah, gab es ein kleine Unterredung mit Regelanweisung:
Derek, es tut mir Leid, dass du beim Spielen immer so wenig Spaß hast. Es ist nicht so einfach einen neuen Sport zu lernen. Aber wenn du immer wegrennst, sobald etwas mal nicht klappt, verdirbst du dir und den anderen Kindern den Spaß. Es gilt daher die neue Regel, du darfst dich ärgern und wir werden dir helfen besser zu werden, aber wenn du wegläufst bist du draußen und kannst bei diesem Spiel nicht mehr mitmachen! Ich hoffe das hilft dir bei uns zu bleiben.

Nun wie verlief die ganze Geschichte?
Derek versuchte zweimal nachdem er weggelaufen war, einfach wieder mitzuspielen. Jedes mal rastete er aus als John ihn freundlich vom Platz verwies und die Regel wiederholte. Derek wutentbrannt, schwor nie mehr mit der Truppe spielen zu wollen. Beim dritten Mal schwenkte Derek schließlich um!
Die anderen Kinder und John lobten ihn, weil er versuchte, sein Verhalten und seine Reaktionen in den Griff zu bekommen.

Jeder Mensch hat bis zu einem gewissen Grad mit diesem Problem zu kämpfen:
Reaktion und Proaktion!
Dem Unterschied zwischen einem wilden Zurückschlagen und einer reifen Antwort auf ein Problem.

Wenn Kinder reagieren
Wir wissen alle, Kinder reagieren von Natur aus nicht weise und überlegt. Ein Nein ist kein Nein. Manche Kinder geben schnell auf, lassen Aufgaben liegen, wenn es eine Anstrengung erfordert etc. Die meisten Kids reagieren nur auf Stress, anstatt ihm aktiv zu begegnen. Vieles was an Reaktionen so kommt, dient nicht der Problemlösung.
Vielleicht kennen Sie die folgenden reaktiven Verhaltensmuster auch von ihrem Kind?
-Wutausbrücheth_067
-Widerworte
-Gejammer
-Impulsivität
-Kämpfe und Gewalt
Die dazugehörigen Geschichten aus dem Alltag füllen wohl Bücher und so manches Beratungsgespräch.

Allgemeine Kennzeichen von reaktivem Verhalten bei Kindern:
1. Handlungen sind immer Reaktionen, keine Aktionen.
Reaktionen werden von äußeren Einflüssen bestimmt nicht von ihren eigenen Wünschen und Gedanken.
Protesthaltung
2.Reaktionen von Kindern sind immer gegen irgendetwas oder irgendjemand
3.Reaktionen sind nicht von Werten bestimmt

Reaktive Grenzen:
Notwendig, aber nicht ausreichend

Reaktive Grenzen sind grundsätzlich wichtig fürs das Überleben und Wachstum ihres Kindes. Es muss gegen etwas protestieren können, was ihm widerstrebt, was es nicht mag oder fürchtet. Ohne diese Fähigkeit kann es nicht kämpfen, es lässt sich ausnützen, wird nie richtig selbstständig und ist nicht zuletzt auch eher gefährdet missbraucht zu werden.
Gegen etwas Schlechtes zu protestieren ist auch deshalb fundamental wichtig, weil ein Kind irgendwann in der Lage sein muss, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Das Gute zu tun und das Böse zu lassen. Die Fähigkeit zum Protest hilft dem Kind dabei, seine eigenen Grenzen festzulegen.
Jedoch Protest identifiziert das Problem, aber er löst es nicht!
Kinder, die in der reaktiven Phase verharren, haben größte Schwierigkeiten, Freunde zu finden, mit Vorgesetzten klarzukommen, Ziele festzulegen und ihre Talente, Interessen und Leidenschaften zu definieren. Sie sind auf „Dagegensein“ fixiert, dass sie das „Dafürsein“ nicht entwickeln können.
Derek zum Beispiel hatte Schwierigkeiten mit seinen Freundschaften, weil er dafür bekannt war, gegen Teamwork, Regeln und Zusammenarbeit zu sein.

Wenn ihr Kind dagegen sehr fügsam und still ist, ist das auch ein Problem. Es sollte mal kräftig seine Vorstellungen äußern und zeigen. Also ermutigen Sie ihr Kind in diesem Fall dazu, selbst zu denken, eine Meinung zu haben, etwas nicht gut zu finden und seine Meinung dazu zu sagen. Das Gegenteil ist nun, wenn ihr Kinder die „Narrenfreiheit „ bekommt, seine Gefühle einfach nur auslebt, Rache übt, Schwierigkeiten aus dem Wege geht und keine Verantwortung übernimmt.

Garnicht so einfach die Balance zu finden?!
Im nächsten Beitrag behandeln wir die Proaktiven Grenzen, worauf ich mich besonders freue!

Also versuchen wir nicht nur zu reagieren und beobachten Sie etwas distanziert wie ihr Kind im Zusammenleben Konflikte löst, reagiert und schon Aktionen plant, die das gemeinsame Leben bereichern!

Ihre
Dorothea Wald

Die Regel der Bewertung Tipp 4

Hallo liebe Leser,http://www.dreamstime.com/royalty-free-stock-photos-laughing-kids-image21942538
wie versprochen werden wir heute noch mal genauer beleuchten, wann die Reaktionen des Kindes auf Interventionen nun schmerzlich oder schädliche Auswirkungen haben können. Dr. Clouds Erfahrungen gehen nämlich davon aus, dass Schmerz zum Wachsen dazugehört, jedoch Schaden unbedingt abgewendet werden sollte. Ebenso nimmt der Psychologe uns in die Verantwortung.

Eine kleine Begebenheit führt uns in diese Problematik hinein:

Dr. Cloud:“ Ein Freund von mir, der Psychologe ist, erzählte mir mal von einer Woche, in der seine Frau unterwegs war und er auf die drei Töchter aufpassen musste. Am dritten Tag hatte er die Vierjährige mehrmals ermahnt, sich für den Kindergarten fertig zu machen, doch sie trödelte herum. Langsam wurde er wütend. Er begann sie mit grausamen Strafandrohungen zu überschütten und laut zu werden, als ihm plötzlich die Frage durch den Kopf schoss:“ was würde ich tun, wenn sie meine Patientin wäre?“
Er hielt inne und dachte über mögliche tiefere Gründe nach. Normalerweise war sie ein fügsames Kind, da musste mehr dahinter stecken. Plötzlich fiel ihm ein: „Du vermisst deine Mama, nicht wahr?“, fragte er sie und die Kleine brach in Tränen aus. Er nahm sie in den Arm, tröstete sie und sagte ihr, dass ihm ihre Mama auch fehlte.th_006
Nach einer Weile beruhigte sie sich wieder und sagte ihm: Komm, Papa, wir müssen jetzt gehen und innerhalb zwei Sekunden waren wir unterwegs.

Kinder senden oft durch ihr Verhalten eine Botschaft aus, weshalb Eltern/Erzieher / Lehrer sorgfältig überlegen müssen, ob das Kind einfach nur bockig ist, ob es ein echtes Bedürfnis verspürt oder etwas Trauriges erlebt hat.th_065
Im obigen Beispiel lag ein echter Schmerz zugrunde und keine Rebellion gegen den Vater.
Eine solche Bewertung des Kindes ist besonders bei Kleinkindern wichtig!

Sie protestieren wenn etwas weh tut, wenn sie hungrig oder durstig sind oder wenn sie sich alleine fühlen. Erst frühestens im zweiten Lebensjahr, wenn Disziplin und Regeln wichtiger werden, können Kinder die unvermeidbare Frustration aushalten.
Also zuerst einmal sicherstellen, dass alle Bedürfnisse gestillt sind, bevor Sie es einer Frustration aussetzen.

Hier ein paar wirklich ernst zunehmende Gründe, bei denen Kinder ihre Hilfe benötigen!

  • Verletzte Gefühle aufgrund einer Aussage der Bezugspersonen zu Hause, Kindergarten oder in der Schule
  • Ärger über die eigene Machtlosigkeit in Beziehungen und noch zu wenig Selbstkontrolle
  • eine traumatische Erfahrung, von der Sie bis jetzt noch nichts mitbekommen haben
  • medizinische und körperliche Probleme
  • Psychische Schwierigkeiten wie AD(H)S, Depressionen oder Lernstörungen
  • Eine einschneidende Veränderung in der Familienstruktur, dem Zeitplan oder dem Lebensstil

Solche Ursachen für ein Fehlverhalten sollten Sie berücksichtigen, bevor Sie mit Konsequenzen beginnen und Grenzen abstecken. Dazu gehört zuerst die Reflexion über sich selbst, um auszuschließen, dass Sie nicht die Schmerzquelle sind.
Zwei passende Sätze dazu habe ich in der Bibel gefunden: Für den Begriff „Eltern“ kann sich jede Person angesprochen fühlen ,die mit Kinder zu tun hat.
„Ihr Eltern, behandelt eure Kinder nicht so, dass sie mutlos und scheu werden!
Ihr Eltern behandelt eure Kinder nicht so, dass sie widerspenstig werden! Erzieht sie mit Wort und Tat nach den Maßstäben, die der Herr gesetzt hat.“

Kinder reagieren nicht gut auf Regeln, die übertrieben streng sind oder von den Eltern mit Bitterkeit und innerem Zorn durchgesetzt werden :

Überprüfen Sie also deshalb Ihr eigenes Verhalten:

  • Üben Sie viel Einfluss auf ihre Kinder aus, sodass diese keine eigenen Entscheidungen treffen können und wenig Mitbestimmungsrecht haben?
  • Disziplinieren Sie ihre Kinder voller Zorn und mit Schuldgefühlen, statt sie liebevoll die Konsequenzen ihre eigenen Tuns spüren zu lassen?
  • Vernachlässigen Sie die Bedürfnisse Ihrer Kinder nach Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit?
  • Kritisieren Sie die Fehler Ihrer Kinder sehr, ohne sie entsprechend für Erfolge zu loben?
  • Sind Sie perfektionistisch und haben Schwierigkeiten damit, auch weniger gelungene, aber ehrliche Versuche zu honorieren und eine grundsätzliche gute Richtung anzuerkennen?

Zusammenfassend wollen wir einfach festhalten:
Beurteilen Sie den Schmerz Ihres Kindes möglichst realistisch. Wenn es wirklich etwas braucht oder verletzt ist, eilen Sie zu seiner Rettung. Wenn es aber nur gegen die Aufforderung des wahren Lebens protestiert, dann zeigen Sie Mitgefühl für die Unannehmlichkeiten und bleiben Sie fest. Später werden Ihre Kinder es Ihnen danken(allerdings auch erst dann!)th_067
Wenn Ihre Kinder es lernen, den Schmerz zum Verbündeten zu machen, statt ihn vermeiden zu wollen, sind sie in der Lage, ihre Probleme zu lösen. Doch langfristig möchten wir erreichen, dass Kinder Probleme proaktiv begegnen. Im nächsten Beitrag möchte ich erläutern, was das ist und wie dies aussehen kann!

Bis dahin liebe Grüße,
Dorothea

 

 

 

 

Teil 10 Liebevoll Grenzen setzen: Die Regel der Bewertung

 

Hallo liebe LeserInnen,Verschiedene 2010 Bilder 013

nach einer mehrwöchigen Sommerpause, melde ich mich nun wieder zurück und hoffe sehr, Sie haben Ihren Urlaub in vollen Zügen genossen oder haben ihn noch vor sich!!! Die Schulferien dauern in BW ja noch an und so ist der Alltag in vielen Familien noch nicht in gewohnten Bahnen. Manchmal weiß man nicht, was den Kindern nun besser bekommt, Ferien oder Schule? Und dabei sind wir schon mitten im Thema. Wir wissen oft nicht den Unterschied zwischen Schaden und Schmerz.
So manche Konsequenz, die Kinder erleben wird ihnen bestimmt mehr oder weniger wehtun, jedoch sie würden ganz und gar nicht schaden!
Aber nun lasse ich wieder Dr. Henry Cloud zu Wort kommen, der übrigens wie schon angekündigt, im Oktober in Gießen live zu hören sein wird!

Dr. Cloud beriet eines Tages eine Frau, die ihrer 12-jährigen Tochter das Prinzip der Grenzen nahe bringen wollte. Jedoch jedes Mal, wenn er eine konkrete Grenze vorschlug, stieß er an eine Wand. Nach Meinung der Mutter, würde diese oder jene Grenze nicht funktionieren. Entweder passte sie nicht in dem Zeitplan oder die Familie würde dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden …und so ging es weiter.
Also hörte er auf, Vorschläge zu machen und sagte stattdessen:“ Um ehrlich zu sein habe ich den Eindruck, dass Sie diese Sache nicht durchstehen. Sie schaffen es einfach nicht, Ihrer Tochter mit der nötigen Konsequenz zu begegnen, deshalb wimmeln Sie alle Vorschläge ab!“
Es gab eine Gedankenpause, dann begann die Frau zu weinen und brachte, nachdem sie sich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte, hervor:“ Ich kann es einfach nicht ertragen ihr wehzutun! Es ist zu schmerzlich sie leiden zu sehen; ich kann ihr das nicht antun. Sie schafft das doch nicht!“
Kurz gesagt, kannte die Mutter den Unterschied zwischen Schaden und Schmerz nicht!

Schmerz bedeutet, dass das Kind Traurigkeit verspürt oder verletzten Stolz oder den Verlust von etwas erleidet, dass ihm wichtig ist; Schaden hingegen entsteht, wenn man das Kind in seiner Persönlichkeit verletzt, es angreift oder ihm etwas vorenthält, was es wirklich braucht!
Eltern müssen diesen Unterschied gut verstehen, wenn sie mit ihrem Kind Grenzen üben!

Wachstumsschmerzen

Die erste Lektion für Eltern und für das ganze Leben lautet:
Wachstum bringt Schmerz mit sich!

Die zweite Lektion ist:
Nicht jeder Schmerz bringt Wachstum mit sich!

Dr.Henry Cloud hat selbst als Kind schmerzhalfte Erfahrungen machen müssen, dafür ist er bis heute dankbar. Er gibt uns vier Tipps auf den Weg, zum Umgang mit Schmerz:

1.Tipp:  Lassen Sie ihre Handlungsweise nicht vom Schmerz Ihres Kindes bestimmen

Terri, eine Mutter, hatte Probleme mit ihrem 13-jährigen Sohn Josh, der seine Hausaufgaben nicht regelmäßig machte. Das Abkommen lautete, dass er zu einer bestimmten Zeit für eine Stunde in seinem Zimmer die Hausaufgaben erledigen musste und der Schreibtisch nur seine Hefte und Bücher aufweisen durfte.
Alles war vorbereitet, da kam ein Anruf von seinem Freund, der ihn zum Basketballspiel einlud. Es kam zu einer verbal-emotionalen Auseinandersetzung, die der Junge gewann. Dasselbe geschah am nächsten Tag, als es Hausaufgabenzeit war. Dr. Cloud sagte zu Terri:
Also lassen Sie mich das mal zusammenfassen: Sie entscheiden anhand seiner Reaktion auf ihre Anordnung, was richtig und falsch ist? Wenn er sich aufregt, denken sie, es muss falsch sein. Verstehe ich das richtig? “So habe ich das noch nicht betrachtet. Aber vermutlich haben Sie Recht. Ich kann es einfach nicht mit ansehen, wenn er leidet!“
„ dann wird es höchste Zeit, dass Sie sich ein paar wichtigen Wahrheiten stellen! Erstens: Ihre Regeln und Werte werden von den emotionalen Reaktionen eines unreifen Teenagers bestimmt. Ihr Regelsystem richtet sich danach, ob Josh wütend darüber wird oder nicht. Zweitens: Sie berücksichtigen eines der wichtigsten Wachstumsprinzipien nicht, nämlich das Frustration ein Schlüssel zu Wachstum und Veränderung ist. Ein Kind, daß nie frustriert ist, kann auch keine Frustrationstoleranz erlernen. Drittens: Sie bringen Josh bei, dass er ein Recht darauf hat, immer glücklich und zufrieden zu sein. Und dass er lediglich ein bisschen jammern und toben muss, und schon bekommt er, was er will. Sind das wirklich ihre Erziehungsziele?“

Der Grad des Protestes eines Kindes definiert weder die Realität noch ob es etwas richtig oder falsch ist. Nur weil ihr Kind leidet, heißt das nicht, das etwas schlechtes passiert.
Wenn Sie es schaffen ihrem Kind Mitgefühl zu zeigen und trotzdem an der Grenze festzuhalten, wird ihr Kind irgendwann über seinen Widerstand hinwegkommen und die Grenze verinnerlichen

2. Tipp: Trennen Sie ihren Schmerz von dem ihres Kindes

Terri versuchte die ganze Zeit, ihren eigenen Schmerz zu verdrängen. Wenn Josh traurig war wurde sie auch traurig, weil sie sich übermäßig mit seinem Schmerz identifizierte. Als Kind war sie von ihren Eltern oft enttäuscht worden und hatte viel Verluste erlebt. Als Folge davon dachte sie, dass Joshs Traurigkeit so schlimm war wie ihre eigene. Dabei war das in keinem Fall vergleichbar.
Langsam lernte Terri, ihre eigenen Erfahrungen von denen von Josh zu trennen und ihm eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Das war nicht immer einfach und manchmal kann eine Dritte Person ganz hilflreich sein, bei der man sich ausweint und die die eingeschlagene Richtung mitunterstützt, und die Eltern in der Grenzeinhaltung motiviert.

Tipp 3: Helfen Sie ihrem Kind zu erkennen, dass es im Leben nicht um Schmerzvermeidung geht

Grundsätzlich kann man sagen, dass wir uns dann verändern, wenn es weher tut so zu bleiben, wie wir sind, als wenn wir etwas an uns ändern.
Wir trainieren für das Fussballspiel, weil es schlimmer ist zu verlieren, als Muskelkater… zu haben. Wir lernen unsere Aufgabe zu machen, wenn die Eltern dafür sorgen, dass das Nichterledigen unangenehmer ist als das Erledigen. Es geht darum, mit Problemen angemessen umzugehen. Ein Kind das lernt unangenehmes zu umgehen, wird im Leben viel mehr Schmerz erleben als es nötig wäre. Es tut sehr weh, wenn Beziehungen in die Brüche gehen, weil man nicht gelernt hat andere Menschen zu respektieren.
All diese Probleme rühren daher, dass wir die Tendenz haben, momentane Anstrengungen zu vermeiden, nicht auf Belohnungen warten zu wollen und dem Schmerz der Selbstdiziplin auszuweichen.

Tipp 4: Versichern Sie sich der Tatsache, dass der Schmerz ihres Kindes nicht aus einem wirklich ungestillten Bedürfnis oder einer tiefen Verletzung entspringt

Dieser vierte Tipp erscheint mir zu wichtig, als dass ich ihn nur kurz zusammenfasse. Ich werde im nächsten Beitrag mehr dazu schreiben und auch wieder Dr. Cloud zu Wort kommen lassen.

Lassen Sie uns für heute festhalten: Schmerz und Schaden sind ganz Unterschiedliche Dinge, die unser Leben begleiten können. Schmerz ist wichtig, um zu wachsen um fürs Leben vorbereitet zu werden. Wir wollen uns so manchem wichtigem Schmerz stellen und daran reifen. Dabei wollen wir unsere Kinder vor Schaden bewahren und ihnen helfen, Schmerz – Nutzer zu werden!

Schmerzliche Grüße, 😉

Dorothea Wald

P.S : zu guter letzt lassen wir doch noch einen Jungen zu Wort kommen, wie er die Grenzen seiner Mutter so absteckt! 🙂 viel Spaß

Liebevoll Grenzen setzen Teil 9 : Reife Liebes – und Schuldfähigkeit

th_006Hallo, liebe Leser!

Heute findet die Regel der Motivation ihren Abschluss. Sie ist extrem wichtig und nahm deshalb auch viel Raum ein! Lesen Sie nun aufmerksam den letzten Teil!

Im Kern unseres Wesens sind wir als Beziehungswesen geschaffen. Ihr Kind kommt mehr und mehr mit Menschen in Verbindung. Die Sorge um diese Beziehungen wird nun die Hauptantriebsfeder seines Lebens.
Ethische Fragen, richtig und falsch sind immer noch sehr schwierig, aber das Kind betrachtet dies nun vom Standpunkt seiner Beziehungen aus. Die höchste Motivation dabei ist die LIEBE und Empathie ist die höchste Form der LIEBE. Die Fähigkeit, die Sehnsucht unserer Herzen zu verstehen, versetzt uns in die Kraft zu liebevollem Handeln.

Christen haben Jesus zum Vorbild, der voller Empathie sein Leben für unsere Schuld opferte. Er lebte es vor und gab uns den Ratschlag: so wie du willst dass man dich behandelt, behandle auch deine Mitmenschen.

Eigentlich ein ganz einfaches, kinderleichtes Prinzip! Gerade in den letzten Tagen wurde in jeder Nachrichtensendung deutlich, wie weit wir Menschen davon entfernt sind, diese einfache Anweisung umzusetzen.

Wenn wir uns als Eltern, Großeltern etc. dieser Botschaft verschreiben, schaffen wir in unserem familiären und sekundären Wirkungskreis ein empathisches Miteinander.th_100
Wenn wir das Handeln unserer Kinder liebevoll empathisch begleiten, geht es nicht nur darum, es als richtig oder falsch zu bewerten z.B.

  •  es ist nicht gut, sich über einen übergewichtigen Klassenkameraden lustig zu machen!
  • es ist falsch, einer alten Person nicht den Platz im Bus zu überlassen!
  • es gehört sich nicht…

Diese Aussagen müssen einfach weiterentwickelt werden im Sinne von:

  • was meinst du wie fühlt sich dein Mitschüler, wenn die anderen ihn verspotten?
  • bestimmt ist die Frau nicht in der Lage lange zu stehen, wie kannst du es ihr angenehmer machen?
  •  stört es den anderen, wenn du…?2014-07-02 15.26.43
    Vor kurzem habe ich diese Foto (rechts) gemacht. Es war ein sehr heisser Tag. Diese Herde machte den unten liegenden Schafen, Schatten. Es hat mich beeindruckt, wie so „dumme“ Schafe für ihre Schwachen sorgen und es ihnen angenehmer machen!

Unterschätzen Sie keines der der drei Motive für Motivation:

Angst vor Konsequenzen, Unreifes Gewissen-Werte und Ethik, Reife Liebes und Schuldfähigkeit.
Ihr Kind muss Respekt vor drohenden Konsequenzen haben, es muss sich fragen, ob sein Verhalten richtig oder falsch ist und es soll sich Gedanken darüber machen, ob es anderen Menschen oder Gott unrecht tut.
Achten Sie in jeder Lebenslage darauf, dass ihr Kind Erfahrungen macht, die ihm dabei helfen, diese drei Motive zu verinnerlichen.
Alle Eltern haben mit der Tatsache zu kämpfen, dass Grenzen unseren Kindern Schwierigkeiten oder gar Schmerzen bereiten. Um dieses Problem geht es im nächsten Beitrag.

Bis dann 🙂 eine schöne sonnig empathische Zeit!2014-06-05 12.49.53

Ihre Dorothea

Liebvoll Grenzen setzen Teil 8 : Unreifes Gewissen und Werte & Ethik

Hallo liebe Leser, heute gehts weiter mit zwei weiteren Stufen der Motivation:th_052

2. Stufe: Unreifes Gewissen:
Mit dem Gewissen, ist das so eine sensible Sache. Dazu braucht es Beobachtung im Verhalten der Kinder, um zu sehen ob es das Gewissen ist, was eine Verhaltensänderung bewirkt.
John Townsend erzählt von einem kleinen Jungen namens Drew. Seine Eltern hatten versucht, ein gesundes Gleichgewicht von Liebe und Regeln aufrecht zu erhalten, doch in letzter Zeit entwickelte ihr Sohn ein Verhalten, dass sie nicht mehr nachvollziehen konnten. Drew rannte wie entfesselt durchs Haus, rammte Möbel dabei, fiel ständig hin und störte alle Anwesenden ganz erheblich. Seine Eltern arbeiteten mit ihm, zeigten angemessene Konsequenzen auf und belohnten richtiges Verhalten. Kleine Fortschritte wurden sichtbar. Eines Tages kam der Junge ins Haus gerannt und vergaß dabei sein Tempo herunter zu schrauben. Als er jedoch seinen Vater sah, kam er schlitternd zum Stehen und sprach hörbar zu sich selbst in der dritten Person. „Halt Drew, böser Drew…“er benutzte scharfe Wörter, die seine Eltern so nicht benutzt hatten. Verinnerlichung ist in der 2. Stufe an Personen (Eltern, Vorbilder) geknüpft, die etwas zu dieser Verhaltensänderung gesagt haben. Das Kind zitiert diese Person, in diesem Fall seinen Vater, hat diese Person vor Augen und der Prozess der Internalisierung kommt in Gang bzw. setzt sich fort.Verschiedene 2010 Bilder 269

Eines der Ziele Ihrer Erziehung sollte sein, dass Ihr Kind ein inneres Gefühl für Liebe und Grenzen bekommt und nicht ständig lauernde Eltern braucht, die es an alles erinnern. Wenn Sie konsequent an den Grenzen Ihrer Familie arbeiten, wird Ihr Kind mit der Zeit eine innere Mutter oder einen inneren Vater entwickeln, der Ihre Arbeit übernimmt und später auch eigene kreative Ideen fürs Zusammenleben entwickelt und umsetzt.
Seien Sie nicht zu streng, autoritär oder sogar brutal. Das kann dazu führen, dass ein Kind ein äußerst krasses und unreifes Gewissen entwickelt. Ein solches Kind steht dann in der Gefahr, depressiv oder ständig Schuldgefühle zu haben; vielleicht reagiert es auch auf übertriebene Strenge, indem es sich gegenüber anderen böse oder sadistisch verhält. Wenn Sie das beobachten, suchen Sie unbedingt Hilfe bei einer weisen Person, die es beurteilen kann, ob sie zu streng sind.
Während das Gewissen ausgebildet wird, lernt Ihr Kind aus guten Motiven heraus zu handeln und nicht durch Klapse auf den Po. Denken Sie immer daran, dass es Ihre Aufgabe ist, Ihrem Kind einen gesunden Realitätssinn zu vermitteln, nicht ihre eigene möglicherweise verzerrte Wirklichkeit. Wenn Sie irgendwie unsicher sind reden Sie mit andern Eltern und tauschen Sie sich aus.

3.Stufe: Werte und Ethikth_024
Wenn Ihr Kind eine zeitlang mit den Stimmen im Kopf, also dem nachahmenden Verinnerlichen Ihrer Aussagen umgegangen ist, wird es beginnen, sich die Grenzen der Eltern anzueignen. Es wird nicht mehr imitiert, sondern aus“ böser Drew“, wird “ das ist schlecht, ich sollte das nicht tun!“ Es setzt sich mit Ihrer und seiner eigenen Ethik auseinander. Das erfordert viel Kraft und manchmal auch innerliche Konflikte für Ihr Kind. Jetzt werden die Fundamente für die Lebenseinstellung und die Sicht Ihres Kindes, von Beziehungen und Moral gelegt. Das bedeutet nicht, dass die Grenzen schon fertig gelegt sind. Jetzt geht es darum, situativ zu begleiten und je nach Lage und Stufe der Motivation, multitasking-fähig zu coachen. Wichtig ist, dass Sie vermeiden, so John Townsend, ihrem Kind Schuldgefühle zu vermitteln. Aussagen wie: „wie konntest du das nur tun?“ oder „ich dachte das hättest du kapiert, du bist peinlich mit deinen schlechten Noten!“, fördern nicht gerade die neutralen Realitätsprinzipien. Vielleicht wäre die Aussage konstruktiver? „Arbeite an deiner Zeiteinteilung fürs Lernen, bestimmt geht es dir dann in der nächsten Klassenarbeit wieder besser“! Wir schaffen das  🙂
Ihre positive wohlwollende Einstellung zu Ihrem Kind, lässt Sie kreativ werden und Ihre Beziehung wird weniger leiden sondern blühen! Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!th_100

Ich denke es wurde uns bewusst, wie Werte und Vorstellungen in unser Innerstes kommen. Es ist die Basis für unsere Liebesfähigkeit, unsere Selbstkontrolle und unser moralisches System. Einige solcher grundlegenden Tugenden finden wir in einem Brief, den ein großer Missionar an ein besonders schwieriges Volk richtete: Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Dieses Verinnerlichen findet im Leben immer wieder statt, Gott sei Dank! Im nächsten Teil reden wir über „Reife Liebes- und Schuldfähigkeit, die vierte und letzte Stufe der Motivation!

Bis dahin, sommerliche Grüße
Dorothea

PS: so kanns auch gehn!

 

Liebevoll Grenzen setzen Teil 7 ! Die Regel der Motivation (2)

Angst vor Konsequenzenth_077!

Hallo liebe Leser, der nachfolgende Text wie alle vorhergehende, ist für alle Erwachsenen geeignet, die mit Kindern zu tun haben. Erzieher, Lehrer, Eltern, Großeltern… Lassen Sie sich als Erzieher… nicht irritieren wenn ich von „ihr Kind“ spreche. Ich wähle hier eben die Elternbeziehung.

Ich hoffe sie konnten die vier Stadien grobin den Erziehungsalltag einordnen!
Heute beschreibe ich das erste Stadium genauer.

1.Angst vor Konsequenzen:

Wenn Sie damit beginnen, Regeln und Grenzen in ihrer Familie einzuführen, wird ihr Kind natürlich erst testen, ob Sie es tatsächlich Ernst meinen. Auf jeden Fall haben Sie jetzt die Aufmerksamkeit des Kindes. Und trotzdem – Kinder versuchen die Realität solange zu meiden wie es nur geht!

John Townsend erzählt: „Neulich habe ich bei einem Baseballspiel( die Amerikaner!) einen etwa Sechsjährigen Jungen beobachtet, der lautstark über alles redete, was ihm durch den Kopf schoß und damit alle Umsitzenden erheblich störte. Seine Eltern wollten seine Gefühle nicht verletzen und baten ihn hin und wieder halbherzig, doch leiser zu sprechen. Er ignorierte das und es schien, dass er das öfters machte. Schließlich ging ein Mann auf den Jungen zu und sagte:“ Junge, du bist jetzt mal still“! Geschockt von dem festen Auftreten dieses Fremden, verhielt sich das Kind danach erheblich ruhiger. Die Aufmerksamkeit des Kindes bekommen, ist immer der erste Schritt!“

Ihr Kind sollte anfangs zumindest einen gesunden Respekt vor Konsequenzen entwickelt haben. Damit dringt ein neuer Gedanke in sein Bewusstsein ein: Ich muss über die Folgen meines Tuns nachdenken. Was wird es mich kosten? Das ist natürlich ganz anders als die alte Leier: Ich kann tun und lassen was ich will!
Aber sind wir ganz realistisch, es braucht viele Versuche und Fehlversuche, bis Sie herausgefunden haben, welche Konsequenzen Ihrem Kind wirklich etwas ausmachen und dann braucht man viel Durchhaltevermögen, um auf Kurs zu bleiben. Aber es lohnt sich für ihr Kind!
Zum Trost und zur Ermutigung: Sie müssen nur ein einziges Mal öfter als ihr Kind zu ihren Vorsätzen stehen. Wenn es die Regel 1000 mal bricht, müssen Sie 1001 mal hart bleiben! Beobachten Sie das Gesicht und den Ausdruck ihres „Zöglings“, es verrät ihnen, wenn Sie den Kampf gewonnen haben. John Townsend berichtet wieder:

Amy, eine Zweitklässlerin hatte einen gewaltsamen Zug an sich. Wenn sie wütend war, warf sie mit Spielsachen nach Leuten. Ihre Mutter stellte daraufhin die Regel auf, dass Amy jedes Spielzeug unwiderruflich abgenommen bekam, dass sie nach jemanden warf. Amys Reserven bekamen Lücken. Als Amy mal wieder den Arm hob, sagte ihre Mutter schnell:“ Amy, überleg dir das gut. Weißt du noch was letztes mal passiert ist?

Amy zögerte zum ersten Mal und sie lies die Hand sinken.  Amy hatte begonnen, den Zusammenhang von Taten und Folgen zu verbinden.
Neurologisch würde man sagen, es haben sich Synapsen gebildet. Lernen findet eben immer statt, nicht nur in der Schulbank 😉

  • Noch einmal: es soll keine „Angst“ vor Konsequenzen unser Ziel sein und keinesfalls die Angst vor Liebesentzug!
  • Die Botschaft lautet folgendermaßen: Ich liebe/mag dich, aber du hast eine Entscheidung getroffen, die für dich unangenehme Folgen haben wird.

Das ist die allererste Stufe der Motivation.can-stock-photo_csp4958671

In dieser Stufe sollten Sie unbedingt vermeiden, dass Sie aus momentanem Ärger heraus oder als Strafe, bestimmte Grenzen setzen. Ihr Kind muss Selbstkontrolle lernen, um Strafe bzw. Konsequenzen zu vermeiden. Diese Verbindung kann es nicht lernen, wenn es auch noch darauf achten muss, nicht ihren Zorn zu erregen oder wenn es extreme Strafen fürchtet. Die Lernerfahrung soll sein, dass es selbst das Problem ist und nicht die wütende Mutter, Erzieherin etc.

Vergleichen Sie folgende Situationen/Äußerungen:

1.“Regina, wenn du noch einmal eine Tüte Chips aus dem Regal nimmst, werde ich wirklich sauer!“

2.“Regina, wenn du noch einmal eine Tüte Chips aus dem Regal nimmst, gehen wir sofort nach Hause. Dort wirst du dann genauso lange Geschirr spülen…, wie ich jetzt Zeit mit dir vertrödelt habe!“th_108

Es wird deutlich, im ersten Satz ist die wütende Mutter das Problem und nicht Reginas Verhalten. Sie kann sich jetzt entscheiden, gehorche ich jetzt (um sich dann später zu rächen oder Angst vor dem Zorn anderer zu entwickeln und später immer wieder Probleme damit zu haben) Sie kann aber erst recht in die Regale fassen, um die Mutter zu ärgern ohne bedeutungsvolle ernste Konsequenzen zu erleben.

Wenn ihr Kind sagt, dass es die Aufgabe nur macht, damit es kein Hausarrest…bekommt(was auch immer sie als Konsequenz einsetzen) , dann  sollten sie ihr Kind loben.

  • Es beginnt, bei sich selbst die Fehler zu suchen, statt anderendie Schuld zu geben!!
  • Es entwickelt ein Gefühl für Kontrolle und Einfluss / es kann etwas tun um den Grad der Unnannehmlichkeiten zu bestimmen, die es erwarten.
  • Es steht nie in der Gefahr ihre Liebe zu verlieren.
  • Es begreift, dass es Größere und Stärkere gibt als es selbst – Eltern, Lehrer, Chefs, die Polizei oder auch Gott – , die ihm immer Grenzen setzen werden, wenn es das nicht irgendwann selbst tut.

Versuchen wir gemeinsam aus den alten Verhaltensmustern herauszukommen. Wir bleiben immer Lernende auf unserem Weg !
Nächstes Mal beginnen Sie damit, ihrem Kind auf die zweite Stufe zu helfen!

Nächster Beitrag: 2.Stadium: Unreifes Gewissen

Darauf freu ich mich schon und Sie?!
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche, in der sie immer öfter den „Kampf“ gewinnen und die Beziehung zu ihrem Kind gefestigt wird.

Sonnige Grüße,cropped-zollernalbkinder_titelmotiv1.jpg

Dorothea Wald

Liebevoll Grenzen setzen Teil 7

Das Leben nach dem Motto …“weil ich es dir sage!“

Die Regel der Motivation

Liebe Leser,
John Townsend, der Co-Autor von „Liebevoll Grenzen setzen!“, hörte wie sich zwei Väter bei einem Vater-Sohn Wochenende unterhielten:

„Ich habe echt Probleme mit Randys Einstellung, sagte der erste Vater. „ Wenn ich es ihm sage trägt er den Müll zwar raus und macht seine Aufgaben, aber er stöhnt die ganze Zeit rum und beklagt sich. Er hat einfach nicht die richtige Motivation!“
Eine kurze Stille entstand; dann sagte der zweite Vater, tut mir Leid Ed, aber da musst du dich wo anders ausheulen! Mein Sohn findet bis heute noch nicht den Weg zur Mülltonne!

Was hat das nun mit Grenzen setzen zu tun?
Viele haben mit ausgeflippten widerspenstigen, völlig in sich zurück gezogenen oder  streitsüchtigen Kindern zu tun. Deshalb denken Sie auch noch nicht an die richtigen Motive bzw. Einstellung des Kindes. Sie würden sich vermutlich schon darüber freuen, wenn ihre Kinder zur Abwechslung einmal einfach nur auf sie hören würden. Angemessene Motive erscheinen deshalb sehr weit weg zu sein. „Erst einmal muss ich das Kind unter Kontrolle bekommen“, stöhnen Sie vielleicht. „Dann reden wir darüber, dass ich ihm mit seiner Motivation helfe.“

Doch Motive sind der Antrieb für unser Verhalten. Sie sind das innerliche Deshalb hinter den äußerlichen Aktionen. Wenn das Verhalten problematisch ist, bekommt das Verhalten die ganze Aufmerksamkeit. Jedoch sobald Sie die Aufmerksamkeit des Kindes haben, wird die Motivation zu einem Kernpunkt. Ein Kind wird zum Beispiel sein Zimmer aufräumen, weil es sonst nicht ins Kino darf. Ein 20 Jähriger wird eine andere Motivation brauchen, um die Wohnung in Ordnung zu halten.
Die Motivation entwickelt sich beim Kind, wie so ziemlich alles, stufenweise. Unreife Motive, wie Angst vor Schmerzen oder Konsequenzen, helfen bei kleinen Kindern. Doch Sie wollen ja, dass ihr Kind eines Tages aus den richtigen Motiven heraus, das Richtige tut, nicht einfach um Strafen zu vermeiden.

Deshalb muss jedes Kind lernen ein liebevoller Mensch zu werden, das entspricht unseren christlichen Werten.Foto 4 (9)

Nehmen wir an, sie möchten, dass ihr Kind seine Hausaufgaben macht. Es steht jedoch mehrmals vom Tisch auf…wer betroffen ist, kennt das alltägliche Szenario. Eine Menge Eltern stecken in diesem Dilemma fest. Alles schieben und drängen funktioniert nur so leidlich unter viel Frust in ihrem Beisein. Überlässt man ihnen diese Aufgabe…Sie wissen schon…
Erziehungstaktiken, Manipulationen wie Liebesentzug oder Schuldgefühle, also Appelle an falsche Motive, funktionieren nicht langfristig. Im Gegenteil, sie verletzen das Kind und die Beziehung zu ihm. Die Motivation ist also wichtig um ihrem Kind Grenzen nahe zu bringen.th_015.jpg

Das Ziel : Liebe und Realitätssinn

Wie können wir nun unseren Kindern helfen, eine gute Motivation zu entwickeln?
Wenn Sie die verschiedenen Stufen s.u. durchgehen, werden Sie bemerken, auf welchem Level sich ihr Kind befindet. Man kann kein Stadium überspringen! Die Tabelle zeigt Ihnen was Sie als nächstes tun müssen.

Stadium                   

Zu vermeidende Fehler             

1. Angst vor Konsequenzen

Wütende Bestrafung

2. unreifes Gewissen

Zu viel oder zu wenig Strenge

3. Werte und Ethik

Schuldgefühle,  Beschimpfungen

4. Reife Liebes- und Schuldfähigkeit

Zu sehr ausgeprägte Kritik,

Liebesentzug

Bevor wir die einzelnen Stadien im nächsten Teil näher erläutern, sollten Sie sich klar machen, dass das Erwachsen werden für ein Kind eine enorme Aufgabe darstellt. Sie müssen deshalb ein festes Fundament der Liebe haben. Niemand kann die Last der Verantwortung und den Schmerz von Frustrationen ohne liebevolle Beziehungen ertragen.th_176

In den vergangenen Beiträgen hat sich die Idee mit den Grenzen in unser Herz und Kopf gesetzt. Steigen Sie womöglich erst jetzt in den Newsletter ein, lesen Sie einfach die Beiträge weiter unten nach.
Sätze wie: „Nun  hörst du mir mal zu, die Dinge werden sich in dieser Familie in Zukunft gewaltig ändern! Ich ziehe jetzt andere Seiten auf!“ sind falsch am Platze.
Ebenso sind Gleichgültigkeit, Distanz und Liebe, die an Bedingungen geknüpft sind, Feinde diesen Fundamentes der Nähe, Unterstützung und Liebe.

John Townsend rät: Also lieben Sie zuerst und dann setzen Sie Grenzen!
Nehmen Sie sich in den nächsten Tagen Zeit, ihr Kind zu beobachten und schauen Sie in welchem Stadium es sich befindet. Es ist egal wie alt es in der jeweiligen Stufe ist, es gibt ihnen lediglich Sicherheit beim Andocken für Motivation und Grenzen.

 Grenzenlose Grüße 😉

 Dorothea

Henry Cloud in Gießen !!!

Hallo liebe Leser,

TSGrenzen-Tageskonferenz-2014-Flyer

Wer hat Interesse unseren Buchautor live zu erleben? Den lade ich ein, an der Tageskonferenz in Gießen dabei zu sein! Wir werden 1mal in Gießen übernachten. Das wird bestimmt ein wertvolles Wochenende und hilft uns, unsere Kinder besser zu verstehen und dadurch Entlastung und Entspannung im Alltag zu erfahren!

Bis bald,th_062
Dorothea

TSGrenzen-Tageskonferenz-2014-Flyer

Mitfahrgelegenheit möglich!

 

Liebevoll Grenzen setzen Teil 6

Hallo liebe Leser, IMGP3317

Ich bin der Nabel der Welt – Die Respekt – Regel

heute widmen wir uns einem, meiner Meinung nach, sehr wichtigen Aspekt. Die Respekt-Regel ist Voraussetzung für Integration ! Viele Eltern, Erzieher bzw.Kinder haben ihre Schwierigkeiten damit. Schauen wir mal in unseren Alltag!

Wenn Sie ihr Kind, in der Zeit bis zur Pubertät, aus unterschiedlichen Gründen einem Babysitter anvertrauen müssen, wie oft haben Sie den Kommentar ihres Kindes gehört?:

“Also Mama und Papa, ich sehe ein, dass ihr mal Zeit miteinander verbringen möchtet, geht nur wir kommen klar. Amüsiert euch! Ich muss ja lernen auf mich selbst aufzupassen und die Bedürfnisse anderer Menschen zu respektieren!“
Oder hat ihre Achtjährige schon jemals gesagt:
“Mama das verstehe ich, obwohl ich jetzt gerne ein Eis hätte, merke ich doch, dass du schnell nach Hause willst, machen wir es so wie du möchtest!“

Oder kennen Sie die Teenie – Version:“ Natürlich sehe ich ein, warum ich nicht mit auf die Skifreizeit kann. Es würde unser Familienbudget zu sehr belasten. Ich suche mir also einen Job und verdiene mir das nötig Geld selbst!“ (Ausnahmen bestätigen die Regel)

 „Ich denke das klingt nicht sehr vertraut“, meint Henry Cloud unser Buchautor.

Der gemeinsame Nenner all dieser Situationen ist:
Respekt gegenüber anderen Menschen, ihren Bedürfnissen, Entscheidungen und Gefühlen.
Verschiedene 2010 Bilder 269Dieser Respekt entsteht leider nicht von alleine, sondern ist erlernt !

Es geht einfach darum, die Grenzen eines anderen Menschen zu akzeptieren: Hat man das nicht gelernt, muss man sehr viel Schmerz und Abweisung einstecken. Wir haben ja schon im, ersten Beitrag zu „Liebevoll Grenzensetzen“ festgestellt, dass  jedes Kind mit dem Wunsch zur Welt kommt, seinen Kopf durchzusetzen und es naturgemäß wenig Mitgefühl für andere Menschen zeigt.
Deshalb liegt nun die Aufgabe bei uns, unseren Kinder von dieser natürlichen Respektlosigkeit bezüglich der Grenzen anderer Menschen  zu kurieren.

Grenzen respektieren
Um mit anderen Menschen gut auszukommen, muss ein Kind verschiedene Dinge lernen:

  • andere nicht zu verletzen
  • ein Nein zu respektieren, ohne großen Streit, Strafen oder Machtspiele
  • Grenzen generell respektieren
  • Die Einzigartigkeit des anderen Menschen zu schätzen
  • Traurig zu sein und  nicht wütend, wenn es nicht bekommt, was es will, weil es sonst die Grenzen einer anderen Person verletzen würde.

Das alles kann ein Kind von Natur aus nicht, wir müssen es ihnen beibringen!

Drei gute Lektionen:Verschiedene 2010 Bilder 125

  1. Verständnis
  2. Korrektur
  3. Konsequenzen

Lassen Sie selbst nicht zu, dass man Sie respektlos behandelt! Wenn Sie ein Nein dazu sagen, dass Ihr Kind ihre persönlichen Grenzen niederwalzt, begreift es nach und nach den Sinn dieser Einrichtung.

Hier ein Beispiel: Billy 11 Jahre
Billy:„Mama , ich gehe rüber zu Joel zum Hockeyspielen! Bis dann!
Mama:“ Nein Billy, du kannst noch nicht gehen; erst musst du deine Hausaufgaben machen!“
Billy: “Ach komm Mama ! Alle gehen da hin. Ich kann doch die Hausi später machen!“
Mama: “Billy ich kann gut verstehen, dass du jetzt zum Hockeyspielen willst, aber du warst heute Mittag im Schwimmbad und wir hatten ausgemacht, dass du deine Hausi anschließend und noch vor dem Abendessen machst!“
Billy:“ Ja aber ich  kann sie doch auch mal nach dem Essen machen.“
Mama:“ Eine Abmachung ist eine Abmachung! Ich will jetzt nicht mehr darüber diskutieren!“
Billy:“ Du bist do dumm und gemein! Du kapierst gar nichts! Doofe Mama!“

Verzweifeln Sie nicht, wenn Ihnen solche Szenen bekannt vorkommen! Normale Kinder hassen Grenzen, zumindest am Anfang. Die Frage ist nur, wie gehen Sie mit Hass und Respektlosigkeit um?

Das Heilmittel ist zunächst Verständnis und Korrektur und erst anschließend folgen Konsequenzen.
Hier ein paar Beispiele für Verständnis und Korrektur:

„Billy, ich kann verstehen, dass du jetzt enttäuscht bist, aber so lasse ich nicht mit mir reden. Wenn du mich  doof und dumm nennst, tut mir das weh. Es ist in Ordnung wenn du traurig oder wütend bist, aber ich lasse mich nicht von dir beschimpfen!
„Billy ,ich verstehe, dass du sauer bist, aber wie fühlst du dich, wenn jemand dich als doof und dumm bezeichnet? (Auf Antwort warten, damit das Kind wirklich eine Antwort geben muss) Möchtest du gerne mit Schimpfnamen bedacht werden?

Wenn nun eine  Entschuldigung ihres Kindes folgt, hat es  einen Schritt auf dem Weg zum Respekt für den Nächsten getan. Bleibt dies jedoch aus und es zeigt auch keine Zeichen der Reue sollten unbedingt Konsequenzen folgen!

 „Billy, ich habe dich gebeten, nicht so mit mir zu reden. Ich höre nicht auf solche Beschimpfungen, weil sie mich verletzen. Geh jetzt in dein Zimmer und denk darüber nach, wie du deine Wünsche auf eine vernünftige Art äußern kannst!
„Billy, wenn du mich nur beschimpfen kannst, dann geh und such dir jemanden, der sich das anhören will. Ich will es jedenfalls nicht! Geh!

Die Konsequenzen sollten immer mit dem Fehlverhalten in Verbindung stehen. Hier im Beispiel von Billy, war das Fehlverhalten auf der Beziehungsebene. Deshalb könnte als Konsequenz seine Beziehungen auch zeitweise getrennt werden, damit er den Verlust auch richtig einordnen kann. Beziehungen leiden, wenn Grenzen nicht eingehalten werden!
Die Grenze ist nur dann Realität, wenn sie beibehalten wird. Kinder respektieren Grenzen nur, weil sie fest steht und nicht weichen wird.

Die besten Lehrmeister hierzu sind die Grenzen und die Liebe. Streiten Sie nicht mit ihrem Kind, sondern solidarisieren Sie sich und nehmen empathisch Anteil an seinen Gefühlen!th_005

 Vielleicht üben Sie schon mal folgende Empathie-Statements ein, damit die nächste Grenzüberschreitung positiv abläuft!

„Ich kann verstehen, wie frustrierend das für dich sein muss!“
„Das ist bestimmt schwer für dich, wenn die anderen hingehen dürfen und du nicht!“
„Ich kann es auch nicht leiden, wenn ich etwas erledigen muss, was mir gar keinen Spaß macht!“
Es ist wirklich schlimm, wenn man etwas verpasst, an dem einem so viel liegt!“
„Ich weiß, das ist hart!“
„Ich würde auch lieber Tennis spielen, als die Wäsche zu machen. Wirklich ätzend!

Bleiben Sie fest und zeigen Sie Mitgefühl, werden Sie nicht zornig oder strafend! Der Protest wird bald erlahmen und das Kind fängt an, das einzig angemessene Gefühl im Zusammenhang mit Grenzen zu empfinden: TRAUER

Die Respekt Regel lehrt Kinder, dass die Welt nicht ihnen gehört und dass sie sie mit anderen teilen müssen. Sie lernen gute Nächste zu sein und andere Menschen so zu behandeln, wie sie selbst gerne behandelt werden möchten. Sie bekommen nicht immer was sie wollen und sie überleben es ganz gut, wenn das passiert. Sie akzeptieren Grenzen und die Tatsache, dass sie absolut sind. Sie können ein Nein von anderen annehmen ohne einen Streit vom Zaum zu brechen. Und sie können akzeptieren, dass andere Menschen getrennt von ihnen, ein eigenes Leben haben.

Ich wünsche gelungene Grenzsituationen!IMGP3324

Schöne Grüße
Dorothea